Wasserball-Damen verlieren in Heidelberg

Es bleibt dabei: Die Damen-Mannschaft vom SC Chemnitz kann auswärts nicht punkten.

Beim Play-off Anwärter Nikar Heidelberg verlor das Team von Trainer Frank Schindler am vergangenen Samstag deutlich mit 11:2 Toren. Trotz Steigerung zur Heimpleite gegen Neukölln und deutlich verbesserter Abwehr, war gegen die abgezockten Badenerinnen diesmal kein Kraut gewachsen.

Mit nur zwei eigenen Treffern lagen die großen Schwachpunkte des jungen SCC-Teams im Angriffsspiel. Nur Carolin Seifert und Mannschaftskapitän Simone Stüber konnten den Ball im gegnerischen Kasten unterbringen. Viel zu wenig um eine so routinierte Mannschaft wie Heidelberg ins Wanken zu bringen. Dabei hatte alles vielversprechend angefangen. Heidelberg ging früh in Führung aber Chemnitz glich durch Seifert postwendend aus. Bis zum Ende des ersten Spielabschnittes blieb die Partie abwechslungsreich und spannend, war allerdings von der kämpferischen Einstellung beider Teams geprägt, als von wirklich zwingenden Torszenen.

Auch im zweiten Viertel hielten die Sachsen lange dagegen, mussten beim stand von 4:1 aber eine deutliche Schwächung hinnehmen. Torjägerin Carolin Seifert kassierte nach Foul am gegnerischen Center den dritten persönlichen Fehler, und musste den Rest der Partie vom Beckenrand aus verfolgen.

Das war schon ein Knackpunkt in unserem Spiel , gab Trainer Schindler zu, der mit Franziska Ulbrich und Maria Uhlich ohnehin schon auf zwei wichtige Stammkräfte verzichten musste. Wir waren heute nicht stark genug besetzt um diesen Verlust auszugleichen, von da an lief die Partie leider gegen uns .

Andrea Rolle und Claudia Lau scheiterten beim eigenen Abschluss zwar nur knapp, im Gegenzug machten es die Gastgeber dafür oftmals besser. Locker brachten die Universitätsstädter einen fünf Tore Vorsprung über die Runden, und konnten kurz vor Schluss das Tempo sogar noch mal anziehen. Mit 11:2 ging die Partie letztendlich noch deutlich an den Gastgeber.

Mit ihrer kämpferischen Leistung hätten die Wasserballerinnen aus Chemnitz ein besseres Ergebnis verdient gehabt. Moralisch kann ich meinen Mädels diesmal keinen Vorwurf machen resümierte Coach Schindler: Trotz Rückstand haben sie in keiner Phase des Spiels die Köpfe in den Sand gesteckt. So schlecht wie es das Ergebnis zeigt waren wir diesmal nicht.

Kritikpunkte gab es für den Trainer aber dennoch genug: Mit unserem Angriff kann ich natürlich absolut nicht zufrieden sein. Mit zwei Toren gewinnst du einfach keine Spiele. Da müssen meine Spielerinnen in den nächsten Partien noch viel mehr Kaltschnäuzigkeit an den Tag legen.

Gelegenheit bietet sich den SCC-Nixen dabei erneut gegen Heidelberg. Im Viertelfinale des DSV-Pokal und der nächsten Liga-Partie trifft man nämlich erneut auf die Gegner vom Neckar.

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