Wasserentnahme ab sofort verboten

Chemnitz- Die Stadt Chemnitz hat als erste Großstadt in diesem Jahr ein generelles Verbot von Wasserentnahme aus den Gewässern veranlasst. Damit reagiert man auf die langanhaltende Trockenperiode.

Generell ist die Entnahme mit Pumpvorrichtungen verboten. Hinzu kommt nun auch das im Regelfall zulässige Schöpfen mit Handgefäßen. Mit der Maßnahme will das Umweltamt verhindern, dass Flüsse oder ganze Bachläufe austrocknen. Die Chemnitz misst aktuell lediglich einen Pegel von 17 Zentimetern. Durch die niedrigen Wasserstände und die erhöhten Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt in den Gewässern. Dadurch wachsen Algen und Fische oder Kleinstlebewesen drohen zu sterben. Sollte man trotzdem bei der Entnahme erwischt werden, droht aufgrund einer Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld von 1.000 bis 50.000 Euro. Wie lange das Verbot anhält lässt sich nicht sagen. Denn auch ein kurzer Regenschauer kann die angespannte Situation in den Gewässern nicht entschärfen.