Wasserstoff – die Antriebstechnologie von morgen?

Chemnitz- Die Frage nach einer ökonomisch sowie ökologisch sinnvollen Alternative zum Verbrennungsmotor beschäftigt uns besonders in Zeiten der Klimakrise. Die Elektromobilität allein mit Batterien wird auf lange Sicht für die breite Masse an Fahrzeugen jedoch nicht ausreichen.

Seit zweieinhalb Jahren arbeitet die TU Chemnitz an einem Brennstoffzellenlabor, welches am Mittwoch nun offiziell eingeweiht wurde. Die Brennstoffzelle für den Fahrzeugantrieb ist essentiell, um eine klimafreundliche, emissionsarme Mobilität zu erreichen. Um die Wasserstoffbrennstoffzellen-Systeme weiterzuentwickeln, kooperiert die Universität mit dem Technologieunternehmen Continental. Für die TU Chemnitz ist die Brennstoffzellenforschung ein Alleinstellungsmerkmal.

Der Inhaber der Professur Alternative Fahrzeugantriebe Prof. Dr.-Ing. Thomas von Unwerth betont, dass die Brennstoffzelle der Batterie in keinster Weise nachsteht. Ein Vorteil der Brennstoffzelle sei, dass sie neben dem elektrischen Strom auch Wärme produziert, und so gleichzeitig zum Heizen verwendet werden kann. Im Hochleistungsprüfstand wird die Leistungsfähigkeit der Brennstoffzelle unter verschiedenen Umweltbedingungen getestet. Die Tests erfolgen bei verschiedenen Temperaturen, Druckverhältnissen sowie mit Simulation verschiedener Belastungen. Der Prüfstand ist von großer Bedeutung, denn Ziel ist schließlich die praktische Umsetzung und Produktion der Brennstoffzellentechnologie.

Bei einem Rundgang wurden neben dem Prüfstand, auch die Luftversorgung und das Kühlaggregat vorgestellt. Auch Staatsminister Martin Dulig war vor Ort, um die Bedeutung der Elektromobilität für die sächsische Wirtschaft zu betonen. Denn in der Automobilforschung möchte Sachsen nicht hinterherhängen. Bis die wasserstoffangetriebenen Fahrzeuge serienreif sind, wird es jedoch noch 5-10 Jahre dauern.