Weg vom blauen Dunst

Leipzig - An diesem Freitag ist Weltnichtrauchertag. In Sachsen ist die Zahl der behandelten Exzessiv-Raucher innerhalb von 10 Jahren um 150 Prozent gestiegen.

Im Vergleich zu den anderen Bundeländern hat der Freistaat laut den Erhebungen der Kaufmännischen Krankenkasse den viert höchsten Anstieg in den Jahren 2007 bis 2017. Rauchen ist schlecht für den Körper und im Besonderen natürlich für die Lunge. Die Leiterin des Lungenkrebszentrums Leipzig-Nordwest, Dr. Sylvia Gütz, kennt die Gefahren.

Lungenkrebs ist eine der Krebsarten, die am Häufigsten zum Tode führt. Auch wenn man als Raucher nicht zwanglsäufig an Lungenkrebs erkrankt, kann das Rauchen andere Effekte haben. Luftnot und chronischer Husten kommen bei langjährigen Rauchern sehr häufig vor.

Von der Sucht loszukommen ist nicht einfach. Nikotin ist ein stimmulierendes Nervengift, es verbessert die Konzentration und es macht munter. Das Nikotin selbst ist nicht der toxische Stoff, der die ganzen Erkrankungen auslöst, es sorgt lediglich für die Abhängigkeit. Neben dem Nikotin werden noch viele andere Stoffe inhaliert. Die Anfälligkeit zur Abhängigkeit ist genetisch bedingt. Trotz starkem Willen ist es einigen Patienten nicht möglich mit dem Rauchen aufzuhören.

© Leipzig Fernsehen

Da gibt es einige unterstützende Maßnahmen, wie Nikotinersatz in Plaster oder Kaugummi-Form. Neben der medikamentösen Behandlung gibt es Psychotherapien bei niedergelassenen Ärzten. Die Methoden zur Rauchentwöhnung sind vielfälltig. Beliebt ist auch die Hypnosetherapie. Der Heilpraktiker und Hypnosetherapeut Thomas Rost wendet sie an.

Neben der Hypnosetherapie gibt es noch Akkupunktur, Lasertherapie, Apps und Unmengen von Ratgebern, die einem helfen können vom Glimmstängel loszukommen.
Die Abhängigkeit zu überwinden ist gut für den Körper, egal auf welchem Weg man es schafft.
Es ist nie zu spät, aufzuhören. Doch keine Methode bringt etwas, solange der eigene Wille nicht da ist. Der Wunsch aufzuhören muss aus einem selbst heraus kommen.