Wegen Personalmangel bei der Post bleiben Briefe und Pakete liegen

290.000 Überstunden und 120.000 Urlaubstage haben sich bereits angesammelt

Laut ver.di führen zu groß geschnittene Zustellbezirke in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen dazu, dass die Menge an Briefen und Paketen selbst nach der gesetzlich zulässigen Höchstarbeitszeit von 10 Stunden nicht bewältigt werden und vieles liegen bleibt.

In den letzten Monaten habe das Management der Post seinen Sparkurs weiter dramatisch verschärft.

Die Folgen seien für die Beschäftigten drastisch. Freie Tage werden nicht gewährt, Urlaubs- und Freizeitansprüche bleiben unerfüllt, nicht selten werden Mitarbeiter aus dem Urlaub zurück geholt.

Allein in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind nach einer Erhebung der Gewerkschaft für die rund 15.600 Postbeschäftigten bereits rund 290.000 Überstunden und 120.000 Urlaubstage aufgelaufen, die bisher nicht ausgeglichen sind.

Der Gewerkschafter Landesfachbereichsleiter Andreas Wiedemann fordert einen realistischen Zuschnitt von Zustellbezirken und die unverzügliche Einstellung von genügend Personal. Die vom Postvorstand bisher bundesweit in Aussicht gestellten 1.000 zusätzlichen Zusteller seinen dafür allerdings viel zu wenig.

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