Weiberstammtisch testet Bundestagskandidatinnen

Dresden – Der Dresdner Weiberstammtisch hat die Bundestagskandidatinnen zu einer Diskussion eingeladen. Auf dem Salonschiff „Gräfin Cosel“ hat das Unternehmerinnen-Netzwerk die sächsischen Spitzenkandidatinnen zu verschieden Themen befragt. Die Organisatoren waren insgesamt mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Enttäuschung gab es nur hinsichtlich dem Ausbleiben einer bestimmten Fraktion.

Schwerpunkt beim Podiumsgespräch war unter anderem die innere Sicherheit. Denn nicht erst seit den jüngsten Bombenanschlägen sind die Bürger besorgt. Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Charlie Bethmann, Geschäftsführerin der KreaTivi GmbH. Katja Kipping von der Fraktion DIE LINKE kritisierte zum Thema Sicherheit die CDU. Im Falle von Einbrüchen und Diebstahldelikten würde hier oft einfach nach höheren Strafen gerufen, um so auf die Bürger einzugehen. Stattdessen sollten mehr Beamte eingesetzt werden.

Nach der Meinung von FDP-Kandidatin Christine Schlagehan sieht es so aus als würden gewisse Bürgerrechte aufgegeben um Sicherheit zu gewährleisten. Sie sprach sich deutlich gegen geplante Abhörmethoden und Spionage aus und dass dies eine Verschwendung von Beamteneinsatz wäre. Christiane Schenderlein von der CDU verteidigte das Thema Spionage unter dem Aspekt, dass mehrere Instanzen durchgelaufen werden und mitunter eine unabhängige Behörde ihre Bestätigung für einen solchen Fall geben muß.

Im Anschluss an das Podiumsgespräch konnten Bürger den Kandidatinnen ihre Fragen stellen. Die Innere Sicherheit wird in jedem Fall weiterhin ein Thema sein, dass die Politik stark beschäftigen wird. Die vollständige Ausstrahlung des Weiberstammtisch sehen sie Samstag um 18 Uhr und Sonntag um 19 Uhr.