Weihe der Propsteikirche in Leipzig

Am Samstag hatten die sächsischen Katholiken etwas zu feiern. Die Propsteikirche Sancta Trinitatis wurde feierlich geweiht. Prominenz aus Kirche und Politik gaben sich ein Stelldichein. Und der Papst schickte eine Grußbotschaft. +++

Ein Anblick, den man im protestantischen Leipzig nur selten zu sehen bekommt.
Katholische Bischöfe und Priester im Festornat.
Auch der Papst in Rom hat einen Abgesandten in die Messestadt geschickt.
Grund der pontifikalen Aufmerksamkeit:
die Weihe der neuen Propsteikirche Sancta Trinitatis.
Der päpstliche Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nicola Eterovic,
verließt eine Grußbotschaft von Papst Franziskus.
Die neue Kirche soll ihre Tore auch für die öffnen, die Christus nicht kennen.

Gut zwei Jahre hat der Bau der neuen Kirche im Leipziger Zentrum gedauert.
Das Gebäude, verkleidet mit rotem Rochlitzer Porphyr, beinhaltet sowohl Kirche
als auch Gemeindezentrum.
Besonderen Wert legten die Bauherren auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
Sowohl Heizung als auch Kühlung erfolgt über Erdwärme.
Strom erzeugen Solarzellen am Turm und auf dem Dach.
Von Anfang an gab es auch Spott über die Architektur der Kirche.
Dem Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung jedoch gefällt sie.

Der Prozession zu Beginn der Weihe folgen die geladenen Gäste.
Nicht alle Gläubigen haben in der Kirche Platz.
Für die anderen ist auf dem Kirchenvorplatz eine Videoleinwand aufgestellt.
Auch hier sind alle Plätze besetzt.
Die Zahl der Leipziger Katholiken ist höher als gedacht –
auch ein Grund für den Neubau der Kirche.

Nach gut zwei Stunden ist die Weihe vollzogen.
Fertig ist die Propsteikirche allerdings noch nicht.
Die Orgel soll erst in einigen Wochen geweiht werden.
Und die Glocken läuten auch noch nicht.