Weinbauverband Sachsen gibt Entwarnung für sächsischen Goldriesling

„Die Lebensmittelüberwachung in Sachsen hat zu jedem Zeitpunkt funktioniert. Sofort nach dem Vorliegen des Untersuchungsergebnisses wurde noch lange vor der Abfüllung in Flaschen die Traubencharge gesperrt.“, so Christoph Reiner, Chef des Weinbauverbandes Sachsen.

„Gift im Wein“, so titelte heute eine sächsische Tageszeitung. Der verantwortliche Redakteur löste damit größte Verunsicherung bei den Verbrauchern aus. Der Imageschaden für den sächsischen Wein ist derzeit noch nicht absehbar. Der Weinbauverband Sachsen stellt nun den Vorfall richtig.

„Weinliebhaber müssen sich keine Sorgen machen, die Lebensmittelüberwachung in Sachsen hat zu jedem Zeitpunkt funktioniert. Bereits im September letzten Jahres untersuchte die Landesuntersuchungsanstalt die betroffene Traubencharge und stellte dabei Spuren des Insektizids mit dem Wirkstoff Dimethoat fest. Sofort nach dem Vorliegen des Untersuchungsergebnisses wurde noch lange vor der Abfüllung in Flaschen die Traubencharge gesperrt. Eine Gefährdung der Verbraucher bestand also zu keinem Zeitpunkt, der Wein war und ist nie in den Handel gelangt“, erläutert Weinbauverbandschef Christoph Reiner.

Das Insektizid ist im Weinanbau zwar verboten, darf in anderen Bereichen der Landwirtschaft, beispielsweise beim Anbau von Gerste, Hafer, Roggen, Spargel und Rosenkohl, jedoch regulär eingesetzt werden. Wie das Insektizid offenbar in die Weintrauben gelangen konnte, wird momentan noch von der Landesuntersuchungsanstalt und der Lebensmittelüberwachung geprüft. „Nach unseren Informationen hat der betroffene sächsische Winzer das Mittel selbst nicht eingesetzt.“ berichtet Reiner.

Quelle: Weinbauverband Sachsen e. V.