Weißbartgnus, Pustelschweine und ein Zebrababy

Am späten Freitagabend trafen drei Weißbartgnus aus Arnheim und zwei Visaya-Pustelschweine aus Apenheul im Zoo Leipzig ein.

Der Transport der Tiere verlief problemlos und wurde über Monate hin durch die Zoologische Abteilung des Zoos geplant. Der Zoo Leipzig betritt mit der Haltung dieser beiden Arten Neuland und ist damit zugleich der einzige Halter in Deutschland. Als bekannte afrikanische Steppentiere werden die Gnus (zwei Kühe, ein Bulle) zusammen mit den Huftieren der Kiwara-Savanne gehalten. Eine Herausforderung für die Tiergärtner, denn die Haltung dieser Charaktertiere ist nicht ganz einfach. Die temperamentvollen Tiere benötigen ausreichend Platz, um sich richtig austoben zu können. Die Zusammenführung mit den Antilopen, Zebras und Giraffen wird schrittweise erfolgen.

Die Visaya-Pustelschweine, beheimatet auf den Philippinen und zu den Echten Schweinen zählend, sind nach 1945 die ersten ihrer Art, die wieder in einem deutschen Zoo gehalten werden. Es gibt zahlreiche Schutzmaßnahmen vor Ort, an denen sich mehrere Zoos beteiligen, um die bedrohten Tiere zu erhalten. Charakteristisch sind zum einen die warzenähnlichen Gebilde am Kopf und zum anderen der Stirnschopf, der vor allem bei den Männchen stark ausgebildet ist und einer Mähne gleicht. Das borstige Fell der Allesfresser ist graubraun bis dunkelbraun.

„Wir freuen uns sehr, unseren Besuchern in diesem Jahr zwei neue Arten präsentieren zu können. Vor allem die Gnus, bekannt aus zahlreichen Tierfilmen, werden zur Vervollständigung unserer Kiwara-Savanne beitragen und für Tierfreunde ein wahres Erlebnis sein, wenn sie sie aus nächster Nähe beobachten können“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

Große Freude kam am Samstag zusätzlich in der Kiwara-Savanne auf: Zebradame Dolly brachte eine Zebrastute zur Welt. Bei der Geburt, die im Stall stattfand, kam es zu keinen Komplikationen. Mutter Dolly hat sich sofort um ihr Jungtier gekümmert.