Weißer Ring sieht Langzeitfolgen von häuslicher Gewalt

Sachsen- Die Folgen gestiegener häuslicher Gewalt in der Corona-Pandemie werden nach Einschätzung des Weißen Rings noch lange sichtbar sein. Man sehe schon jetzt einen deutlichen Anstieg der Anfragen zu diesem Thema, so Mandy Hennig die stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands Sachsen. Aber viele Betroffene bräuchten Jahre, bevor sie sich melden. Im Schnitt hätten Frauen sieben Versuche hinter sich, bis sie es tatsächlich schaffen, sich aus einer toxischen Beziehung zu lösen. Daher würden sich die Folgen in diesem Bereich erst in den kommenden Jahren in voller Wucht entladen. Die Zahl der Hilfesuchenden bei häuslicher Gewalt sei bereits im ersten Pandemie-Jahr 2020 gestiegen, zum vergangenen Jahr habe die Opferschutzorganisation einen weiteren Anstieg verzeichnet. (dpa)