Weißeritz erhält ein saniertes Bett

Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes wird das Flussbett der Weißeritz saniert. Ab dem 15. April 2010 wird die Flusssohle von der Brücke Altplauen bis etwa 400 Meter unterhalb der Brücke Würzburger Straße vertieft. +++

Damit bietet das Abflussprofil künftig genügend Raum, um in diesem Abschnitt auch extreme Hochwasser abführen zu können, ohne dass wie 2002 der Hauptbahnhof überschwemmt wird. Die Arbeiten sollen bis Ende 2011 andauern und etwa zwei Millionen Euro kosten.

In dem knapp ein Kilometer langen Abschnitt der Weißeritz wird zunächst die vorhandene Flusssohle aus Naturstein und Beton abgetragen. Anschließend wird die Sohle vertieft, damit der Fluss nach Abschluss der Arbeiten in diesem Bereich mehr Wasser abführen kann. Zur Befestigung des Flussgrundes erhält die Weißeritz danach ein neues Bett aus Bruchsteinen und Raupflaster. Sie sichern Sohle und Böschungsfuß. Für Lebewesen im Fluss werden Störsteine eingesetzt, die Ruhezonen schaffen. Gleichzeitig entstehen so Bereiche mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten. Damit wird auch der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie Rechnung getragen. Sie sieht zum Beispiel vor, dass für Bäche und Flüsse eine möglichst natürliche Gewässersituation zu gewährleisten ist.

Für die Arbeiten kann die Weißeritz nicht umgeleitet werden und muss daher an der Baugrube vorbeifließen. Der Fortgang der Maßnahme ist deshalb sehr stark von der Wasserführung des Flusses abhängig. Außerdem finden gleichzeitig im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden Arbeiten an der Tharandter Straße statt. Darum stehen die Zufahrtsmöglichkeiten zu Parkplätzen in den angrenzenden Straßen nur eingeschränkt zur Verfügung.

Dieses Flussbauvorhaben ergänzt die bereits im letzten Jahr begonnenen Arbeiten an den Ufermauern in diesem Abschnitt der Weißeritz. Zwischen der Brücke Altplauen und der Bienertbrücke ist derzeit bereits die Ufermauererhöhung im Rohbau fertig gestellt. Oberhalb der Brücke Würzburger Straße entsteht eine neue Hochwasserschutzmauer. Auch hier sind die Rohbauarbeiten zu etwa 70 Prozent abgeschlossen.

Beide Projekte an der Vereinigten Weißeritz werden gemeinsam von der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden umgesetzt und finanziert. Weitere Vorhaben entlang des Flusses folgen bis 2015.
Ziel aller Maßnahmen ist es, den Hochwasserschutz entlang der Vereinigten Weißeritz in Dresden deutlich zu verbessern. Sind alle Maßnahmen umgesetzt, soll sie ein Hochwasser ähnlich dem Augusthochwasser 2002 ohne großflächige Ausuferungen abführen können.
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