Weitere Gedenktafel an Versöhnungskirche enthüllt

Der Dresdner Revolutionsweg nimmt weiter Gestalt an. Nach der Kathedrale und Kreuzkirche wurde am Sonntag an der Versöhnungskirche in Dresden-Striesen eine weitere Tafel angebracht. +++

Pfarrerin Heike Arnold, der Künstler Wolff-Ulrich Weder und Stadtrat Sebastian Kieslich, Mitglied der Gestaltungskommission, haben die dritte Gedenktafel enthüllt. Gemeinsam mit der Tafel an der Christuskirche in Dresden-Strehlen, die in Kürze angebracht wird, erinnern sie an die großen Bürgerversammlungen vom 9. Oktober 1989, bei denen über die ersten Rathausgespräche zwischen SED-Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer und der ein Tag zuvor von Demonstranten gegründeten „Gruppe der 20“ berichtet wurde.

„Die Gedenktafel soll daran erinnern, dass die Kirchen Schutzraum für Oppositionelle in der DDR waren. Daneben mahnt sie uns, heute für Freiheit und Demokratie einzustehen“, so Kieslich. Mit der Enthüllung der ersten Gedenktafel außerhalb der Stadtmitte werde außerdem deutlich, dass die Friedliche Revolution 1989 die gesamte Stadt ergriff.

Der Stadtrat hatte 2011 auf Initiative der CDU- und FDP-Fraktion die Errichtung eines Dresdner Revolutionsweges beschlossen. Darin waren neben den vier Kirchen die Stationen Hauptbahnhof, Hauptstraße 21 (ehem. Redaktion DIE UNION), Schauspielhaus, so genannter Prager Platz, Neues Rathaus, Theaterplatz, so genannte Cockerwiese/Straßburger Platz, Gedenkstätte Bautzner Straße (ehem. U-Haft des Ministerium für Staatssicherheit), Neumarkt, Hotel Bellevue, Dreikönigskirche, Schießgasse und Frauenkirche beschlossen worden. Ein vom Stadtrat beschlossenes Konzept ist Grundlage für die Umsetzung des Dresdner Revolutionsweges.

Eine Gestaltungskommission aus Fachleuten und Stadträten begleitet dabei die Realisierung. Ihr gehören an: Dr. Erika Eschebach, Direktorin des Stadtmuseums Dresden, Dr. Barbara Engel, Abteilungsleiterin Stadtplanungsamt Innenstadt, Professor Frank-Michael Kuhlemann, Professur der Neueren/Neuesten Geschichte und Didaktik der Geschichte an der TU Dresden, Prof. Günther Heydemann, Direktor des Hannah-Ahrendt-Instituts für Totalitarismusforschung Dresden, Lydia Hempel, Geschäftsführerin des Sächsischen Künstlerbundes, Frank Richter, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, sowie die Stadträte Sebastian Kieslich und Jens Genschmar. Das Gremium steht unter Vorsitz des Kulturbürgermeisters Dr. Ralf Lunau.

Der Dresdner Revolutionsweg wird aus dem Programm des Freistaates Sachsen „Denkmalstätten 20 Jahre friedliche Revolution und deutsche Einheit“ in Höhe von knapp 20.000 Euro gefördert. Des Weiteren stehen für die Umsetzung des Konzeptes 150.000 Euro aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung.

Quelle: CDU-Fraktion