Weitere Streiks in Leipzig

Nach der Post und Amazon kommt jetzt auch der Einzelhandel. Ver.di hat am Donnerstag nun den Großhandel zum Streiken aufgefordert. +++

Nach den Angestellten von Post und Amazon hat die Gewerkschaft Ver.di am Donnerstag auch die Beschäftigten im Einzelhandel und Großhandel zum Streik aufgerufen. Angestellte von Metro, Aldi, Kaufland und H&M trafen sich zur Kundgebung vor dem Metro Großmarkt in der Geithainer Straße. Ver.di fordert u.a. für die Beschäftigten im sächsischen Groß- und Außenhandel 5,5 Prozent mehr Lohn . Die Arbeitgeber bieten allerdings nur eine gestaffelte Erhöhung von 2 % im ersten Jahr und noch einmal 1,5 % im Darauffolgenden. Weiterer Streitpunkt sind die Arbeitszeitregelungen. Nach den Vorstellungen der Arbeitgeber soll der Samstag zum normalen Arbeitstag werden. Außerdem sollen die Angestellten an Heiligabend bis 14 Uhr und an Silvester bis 22 Uhr arbeiten, so wie es das sächsische Ladenöffnungsgesetz erlaubt. Ver.di lehnt dies ab. Auch bei den Tarifverhandlungen im Einzel- und Versandhandel sind die Fronten verhärtet. Die Gewerkschaft fordert einen Euro mehr pro Stunde, die Arbeitgeber wollen aber nur etwa 21 Cent mehr zahlen. Die Tarifverhandlungen werden in den nächsten Wochen fortgesetzt.