Weixdorfer Schüler beleben historisches Handwerk

In der Mittelschule Weixdorf in Dresden wird zur Zeit eine fast vergessene Handwerkstechnik wieder belebt: der Putzschnitt. Aus einfarbigen Tafeln werden dabei ausdrucksstarke Kunstwerke mit auffälligen Kontrasten. +++

Die Vorlagen dafür haben die Schüler jeden Tag vor Augen: die historischen Wandbilder wurden bei der Sanierung der Schule aufgearbeitet. Die Tradition wird nun fortgesetzt, mit neuen Motiven. Leonore ist Manga-Fan und hat so ihr Wandbild gestaltet. Auch wenn sie das Ursprungsbild stark vereinfachen musste, denn zarte Linien und Strukturen können beim Putzschnitt nicht dargestellt werden.

Interview im Video mit Leonore List, Schülerin

Beim Putzschnitt werden verschiedenfarbige Putzlagen übereinander aufgebracht. Die Motive werden vorskizziert, dann die Konturen geschnitten. Schließlich wird der helle obere Putz abgenommen bis zur unteren dunklen Schicht. Jetzt tritt das Bild hervor. Das braucht viel Geduld und vor allem Zeit. Für den auf historische Putztechniken spezialisierten Maurermeister Robert Bialek ist das auch der Grund, warum der Putzschnitt heute keine Anwendung mehr findet. Dabei hat die Technik eine lange Geschichte.

Interview im Video mit Robert Bialek, Maurermeister
 
Die Kunsterzieherinnen Yvonne Arndt und Kerstin Aehrig freuen sich über das Erreichte. Denn das Putzschnittprojekt ist ein echtes Wagnis.

Interview im Video mit Kerstin Aehrig, Kunsterzieherin
 
Wenn die Bilder getrocknet sind, werden sie in der neuen Pausenhalle aufgehängt. Nach den Herbstferien soll es soweit sein.

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