Welche Auslöser für Heuschnupfen gibt es im Juni?

Heuschnupfen ist in Deutschland alles andere als selten: Experten schätzen, dass jeder vierte bis fünfe Erwachsene davon betroffen ist. Für Allergiker sind die damit einhergehenden Symptome häufig unangenehm. Im Folgenden stellen wir Ihnen die verschiedenen Auslöser für Heuschnupfen, wie den Pollenflug, vor und teilen Ihnen mit, bei welchen Gräsern, Kräutern, Getreiden und Bäumen Sie im Besonderen im Juni vorsichtig sein sollten.

Was genau ist Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion des Körpers – also einer Überempfindlichkeit unseres Immunsystems – gegen Pollen, den Blütenstaub von Pflanzen. Da die meisten unserer hiesigen Pflanzen im Frühjahr und Sommer blühen, kommt Heuschnupfen in der Regel in diesem Zeitraum vor.

Der Heuschnupfen zeigt sich bei Betroffenen durch Begleiterscheinungen, beispielsweise:

  • häufige Niesanfälle
  • eine ständig laufende Nase
  • Schwierigkeiten bei der Atmung durch die Nase
  • tränende Augen, die in der Folge rot und geschwollen werden und mitunter jucken
  • allgemeine Krankheitssymptome, wie ein Gefühl der Erschöpfung und Abgeschlagenheit, oft verbunden mit Konzentrationsschwäche und Leistungsabfall

Im weiteren Verlauf eines Heuschnupfens kann es zu Komplikationen – wie allergischen Asthmaanfällen – kommen, die mit Husten beginnen und bis zur Atemnot führen können.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Beschwerden und Behandlungsmöglichkeiten von Heuschnupfen.

Welche Auslöser für Heuschnupfen lassen sich unterscheiden?

Heuschnupfen tritt also grundsätzlich in der Saison des Pollenflugs auf. Es existiert eine Vielzahl von Pflanzen, die im Frühjahr und Sommer blühen und die somit als potenzielle Auslöser für Heuschnupfen gelten. In der Regel sind Menschen nicht nur gegen eine Pollenart allergisch, sondern gegen mehrere beziehungsweise ganze Pflanzengruppen. Zwar fliegt jede Pollenart lediglich für einen bestimmten Zeitraum im Jahr durch die Luft. Doch für viele Betroffene ergibt sich die Problematik, dass sie gegen die Sporen früh- und spätblühender Pflanzen allergisch sind. Im ungünstigsten Fall haben sie über ein halbes Jahr unter den Symptomen eines Heuschnupfens zu leiden.

Im Alltag vieler Allergiker sind dabei die Pollen von Gräsern und Getreide – wie Roggen und Weizen –verantwortlich für den Heuschnupfen. Als weitere mögliche Auslöser gelten unter anderem die Pollen von Apfelbäumen, Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Haselnuss, Pappel, Ulme, Weide oder Kräuter wie Brennnessel oder Spitzwegerich.

Existieren Besonderheiten bei Heuschnupfen im Juni?

Nicht alle der genannten Pflanzen – die Auslöser für Heuschnupfen sind – blühen im Juni. Nichtsdestotrotz ist der Monat einer der schlimmsten für Allergiker, weil in diesem besonders viele Pollen – welche die Überempfindlichkeitsreaktionen nach sich ziehen – durch die Luft schwirren. Bedingt ist dies vor allem dadurch, dass im Juni viele Getreide-, Gräser- und Kräuterarten in voller Blüte stehen beziehungsweise zu wachsen beginnen.

Ein hohes Risiko für Heuschnupfen geht im Juni vom Roggen aus. Ebenfalls Probleme machen Spitzwegerich, Gänsefuß, Beifuß, Brennnessel, Akazie und Ampfer. Deshalb ist es – sollten Sie zu den gefährdeten Personen für Heuschnupfen bei Pollenflug gehören – wichtig, sich entsprechend auf diese Zeit vorzubereiten und sich zum Beispiel sensibilisieren zu lassen. Ihr Hausarzt berät Sie zielführend.

Gut zu wissen: Es gibt auch blühende Pflanzen, gegen welche die Mehrzahl der Allergiker nicht die typische Überreaktion zeigen. Dazu gehören in der Regel die Getreidesorten Hafer und Gerste, Nadelbäume – wie Kiefer und Fichte – aber ebenso Lindenbäume.

Heuschnupfen, © Pixabay - "meineresterampe"

Bei der Techniker Krankenkasse finden Sie einen informativen Artikel, der sich mit der Frage beschäftigt: Was ist Heuschnupfen und wodurch wird er ausgelöst?