Welt trauert um Sigmund Jähn

Chemnitz- Sigmund Jähn flog als erster Deutscher ins All, für die DDR. Nun ist der Kosmonaut mit 82 Jahren gestorben. 

Der 1937 in Morgenröthe-Rautenkranz geborene Sigmund Werner Paul Jähn war ein deutscher Jagdflieger, Kosmonaut und Generalmajor der NVA.

Jähn flog am 26. August 1978 vom russischen Raumfahrtzentrum Baikonur aus ins All. Mit dem sowjetischen Kosmonauten Walari Bykowski war er 7 Tage, 20 Stunden und 49 Minuten in der Rakete Sojus 31 unterwegs. Dort hat er u.a. Experimente zur Kristallzüchtungen durchgeführt.

Für die Menschen der DDR war ein Held, in der BRD aber viele Jahre nicht bekannt.

Nach seinem Flug ins All hat der bescheidene Kosmonaut viel für die Kommunikation und spätere Zusammenarbeit in der Raumfahrt zwischen Ost und West getan.

Nach dem Mauerfall war er als Berater für DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und die ESA (Europäische Weltraumorganisation) in Russland tätig.

Und auch in Chemnitz war er regelmäßig zu Besuch, nicht zuletzt weil das 1964 eröffnete Kosmonautenzentrum im Küchwald nach ihm benannt wurde. Mit seiner liebevollen und herzlichen Art begeisterte er stets die Menschen. Trotz des großen Erfolges blieb Jähn immer bodenständig und suchte den Kontakt zu kleinen und großen Nachwuchs-Kosmonauten.

Wir sagen Danke Sigmund Jähn!