Weltbestleistung beim 21. Leipziger 100-km-Lauf

Für einen Paukenschlag sorgte Renate Hofmann aus Wunstorf bei der 21. Auflage des 21. Leipziger 100-km-Laufes am Samstag. Die 71-jährige Athletin unterbot mit 11:52:43 h die aus dem Jahr 1993 stammende Bestmarke in der Altersklasse W70 um fast eine Stunde. Die alte Bestleistung von 12:50:49 h wurde seit 1993 von der US-Amerikanerin Helene Kleine gehalten und durch Renate Hofmann bei deren erstem Lauf über die 100-km-Strecke geradezu pulverisiert.

„Diese Leistung war das Sahnehäubchen für unsere Veranstaltung“, freute sich André Dreilich, der Gesamtleiter des Leipziger 100-km-Laufes. „Dabei war Renate Hofmann im Vorfeld sehr skeptisch, ob es ihr bei ihrem ersten 100er überhaupt gelingen würde, innerhalb des 13-Stunden-Limits ins Ziel zu kommen – umso größer war die Begeisterung bei Läuferin und Zuschauern.“

Reichlich dreieinhalb Stunden hatte die Begeisterung am Ziel des Leipziger 100-km-Laufes Hirofumi Oka gegolten. Der Japaner kam nach einem taktisch klug gelaufenen Rennen in 7:19:19 h und damit mehr als 20 Minuten schneller als im Vorjahr ins Ziel. Nach dem zweiten Sieg in Leipzig sagte er seinen Start für 2011 zu. Schnellste Frau über die Distanz von 100 Kilometern wurde Antje Krause vom Ultra Sport Club Marburg in 8:17:54 h.

Weniger spektakulär ging es bei dem parallel zum 100er ausgetragenen 50-km-Lauf zu. Ronald Speer (LG exa Leipzig) errang in 3:36.55h den Gesamtsieg, als schnellste Frau wurde Manuela Röder (ebenfalls LG exa Leipzig) mit einer Zeit von 3:54:17 h geehrt.

Mit 137 Startern auf der 100-km-Strecke (103 im Ziel) und 91 über 50 km (86 im Ziel) hat der dienstälteste, ohne Unterbrechung ausgetragene deutsche 100-km-Lauf erneut seinen Anspruch als wichtiger Termin für die Ultralauf-Szene unterstrichen. „Der Ausrichterverein LC Auensee Leipzig hat den Athleten wieder einmal perfekte Bedingungen geboten; und da auch das Wetter mitgespielt hat, sind auch zahlreiche persönliche Rekorde aufgestellt worden“, freute sich Gesamtleiter André Dreilich.