Weltfrieden schippert wieder auf Leipzigs Wasserstraßen

Erst schwamm es. Dann stand es. Dann fuhr es auf der Straße. Schließlich flog es. Und nun – schwimmt es wieder. Worum es geht? Um ein Spektakel, das wir Donnerstagfrüh an der Weißen Elster beobachtet haben:

Es ist früh am Morgen. Sechs Uhr dreißig. Ein Transporter, ein paar Männer, ein Schiff. Mitten in der Stadt. Unterwegs auf Leipzigs Straßen. Ganz friedlich.

Wer meint, Weltfrieden gäbe es nicht, der irrt. Auch wenn er an einem dünnen Faden hängt – in Leipzig liegt der Weltfrieden quasi in der Luft. Und Martin Schulte setzt sich leidenschaftlich für ihn ein. Denn der Weltfrieden liegt ihm am Herzen.

Interview: Martin Schulte – Betreiber MS Weltfrieden

Inzwischen gehört die MS Weltfrieden längst zum Inventar auf Leipzigs Wasserstraßen. Nach seinem Winterschlaf lässt sich das Schiff nun für einen Augenblick etwas kühle frische Frühlingsluft um den Rumpf wehen. Es ist ein kurzer aber gefährlichen Flug.

Interview: Martin Schulte – Betreiber MS Weltfrieden

Doch sonst hat die MS Weltfrieden schon viel erlebt. Schließlich ist sie 65 Jahre alt. Unter dem Namen Wiking diente sie zunächst als Mienenlegeschiff. Als „Weltfrieden“ ging das Schiff später in dem Besitz der Stadt Leipzig über.

Vielen Leipzigern ist es vom Auensee bekannt, wo es noch bis vor 15 Jahren lag. Seit 1998 tuckert es auf Leipzigs Kanälen. Und Martin Schulte ist der Käpt’n, der das Flair hier auf den Kanälen liebt. Doch es ist nicht nur das.

Interview: Martin Schulte – Betreiber MS Weltfrieden

Wer das erleben möchte, für den gibt es die Gelegenheit jetzt wieder an Wochenenden und Feiertagen. Noch sind die Enten schneller, dann das Schiff braucht noch sein Führerhaus. Doch ab Samstag geht es wieder los.

Startpunkt für die Schiffstouren ist am Leuchtturm in der Erich-Zeigner-Alle 62.