Weltkongress Braille21 für Blinde- und Sehbehinderte findet in Leipzig statt

Am Dienstag eröffnet die Sächsische Staatsministerin für Kunst, Sabine von Schorlemer, in Leipzig den Weltkongress für Blinde und Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit. +++

Unter dem Motto „Innovationen in Braille im 21. Jahrhundert“ präsentiert die Weltblindenunion den Weltkongress Braille21 in der Deutschen Zentralbibliothek für Blinde (DZB) vom 27. bis 30. September. Den zahlreichen internationalen Teilnehmer wird dabei ein reichhaltiges Kongressprogramm zu den aktuellen Themen der Nutzung und Verbreitung der Brailleschrift geboten. 

„Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde ist ein starker Partner auch für unsere auswärtigen Kulturbeziehungen auf dem Gebiet der Kommunikationsmedien für Blinde und Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit. Bereits vor drei Jahren richtete die DZB hier in Leipzig einen Weltkongress zur elektronischen Anwendungssoftware „DAISY“ aus. Die Sächsische Staatsregierung ist der DZB, insbesondere ihrem Direktor, Herrn Dr. Kahlisch, dankbar, dass sie erneut die Initiative übernommen hat, den Welt-Braille-Rat (World Braille Council) nach Leipzig einzuladen und den Kongress im Auftrag der Weltblindenunion zu organisieren. Der Umgang mit der Brailleschrift steht im 21. Jahrhundert vor großen Herausforderungen. Vor allem im Zeitalter auditiver Systeme steht die Frage wie blinde Menschen künftig sichere Rechtschreib- und Lesekenntnisse erlangen sowie den Zugang zu Büchern erhalten im Raum. Diese und viele weitere Fragen, vor allem im Umgang mit den digitalen Medien, sind Beweggründe die nicht nur den Menschen in Deutschland am Herzen liegen sondern weltweit thematisiert werden. Es ist daher für uns eine Ehre, dass der Welt-Braille-Rat, der 2009 von der Weltblindenunion für 5 Jahre ins Leben gerufen wurde, aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet des Angebots und der Verbreitung von Brailleschrift dieser Tage in Leipzig verhandelt“, erklärt Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer in ihrem Grußwort zur Kongresseröffnung.

Für den Kongress haben sich die Organisatoren umfangreiche Programmpunkte vorgenommen. Von der Schulbildung für Kinder und Jugendliche, frühkindliche Erziehung und spezifische Lernerfahrungen, über Braille-Anwendungen der Technologien des 21. Jahrhunderts, bis hin zur  Braille-Anwendung in der Kommunikation mit Behörden reichen die Themen. Die internationaler Beteiligung vieler Experten, Anwendern und Freunde der Brailleschrift zeigt das große Interesse an den Themen. Insgesamt haben sich neben dem Royal National Institute of Blind People aus Großbritannien, Vision Australia und dem Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Verband 27 nationale und internationale Partnerorganisationen für die Tagung angemeldet.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

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