Weltkulturerbe Dresden: Oberbürgermeister beim Krisengespräch in Paris

Beim Streit um den Welterbetitel für das Elbtal bei Dresden deutet sich eine Entspannung zwischen der Stadt und der UNESCO an.

Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) und der Direktor des Welterbezentrums, Francesco Bandarin, einigten sich am Freitag bei einem Treffen in Paris auf das weitere Vorgehen. Demnach soll bis Ende Februar ein «Visualisierungsgutachten» die Lage der umstrittenen Waldschlösschenbrücke und ihre Auswirkung auf das Gesamtbild des Elbtals deutlich machen. Sollten die Experten der UNESCO Fragen
haben, werde es im März ein weiteres Gespräch geben. Unklar bleibt indes der Baubeginn.

Nach Angaben von Schulz hatte Roßberg zunächst die Historie der Brückenplanung und die Situation in Dresden geschildert. Dresden bleibe bei dem Auftrag, die Brücke zu bauen und den Titel Welterbe zu erhalten. «Die Fronten haben sich nicht verhärtet, die Frage nach der Alternative Brücke oder Welterbetitel wurde nicht gestellt.» Über bestimmte Details sei Stillschweigen vereinbart worden. Ob der Baubeginn mit Blick auf die UNESCO-Tagung im Juli verschoben wird, steht bislang nicht fest. Die 20 Kilometer lange Flusslandschaft in Dresden wurde im Juli 2004 auf die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen. Nun droht
der Verlust des Titels, weil die Brücke nach Meinung der Kritiker den Blick auf die Elbhänge beeinträchtigt und das malerische Bild stört. Das UNESCO-Welterbezentrum hatte im September 2005 in einem Brief an das Auswärtige Amt in Berlin Sorgen wegen der Elbüberquerung formuliert. Im Februar 2005 hatten knapp 68 Prozent der Dresdner Bürger in einem Entscheid für die Brücke votiert.

UNESCO Weltkulturerbe

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