Weltspartag: Verbraucherzentrale empfiehlt private Altersvorsorge

Trotz aktuell niedriger Zinsen empfielt die Verbraucherzentrale Sachsen für das Alter weiter Geld zurücklegen. Dabei sollte man nicht allein auf Zinsprodukte setzen, sondern beispielsweise auch in kostengünstige Fonds zu investieren. +++

So manchen Verbrauchern ist das Sparen in letzter Zeit vergangen. Hauptgrund dafür ist, dass Banken und Sparkassen kaum noch Zinsen zahlen. „Dennoch sollten Verbraucherinnen und Verbraucher für das Alter weiter Geld zurücklegen“, empfiehlt Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. „Private Altersvorsorge ist ein jahrzehntelanger Prozess – da ist die gegenwärtige Niedrigzinsphase, auch wenn sie nun schon ein paar Jahre anhält, nur eine Momentaufnahme.“ Die Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt außerdem, nicht allein auf Zinsprodukte zu setzen, sondern beispielsweise auch in kostengünstige Fonds zu investieren.

Wer dauerhaft und regelmäßig spart, hat im Alter weniger finanzielle Sorgen. Wichtig ist, je nach persönlicher Lage die passenden Produkte zu finden.

Gerade Frauen, die oft mit viel Kompetenz und Talent den Alltag organisieren, vernachlässigen nicht selten das Thema Altersvorsorge. Grundsätzlich wissen sie zwar, dass auch sie etwas tun sollten, aber bei der Frage nach der individuellen Vorsorgestrategie tritt Ratlosigkeit ein. Deshalb greift die Verbraucherzentrale Sachsen in ihrem Film http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/altersvorsorge-frauen das Thema auf. Durch die lockere Erzählweise fällt es leicht, sich der komplexen Materie in ersten Schritten zu nähern. „Natürlich ersetzt der Kurzfilm nicht eine individuelle Beratung“, sagt Heyer. “Eine solche kann man bei der Verbraucherzentrale Sachsen buchen.“

Von denjenigen Verbrauchern, die bereits Altersvorsorgeverträge abgeschlossen haben, verschenken allerdings noch zu viele – Männer und Frauen gleichsam – jedes Jahr Geld. Grund ist, dass die konkreten Förderbestimmungen für Riester-Verträge nicht bekannt sind. Nur wer vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens des Vorjahres – abzüglich Zulagen – in einen Riester-Vertrag einzahlt, bekommt die volle staatliche Förderung.

„Das heißt, dass bei Lohnerhöhungen die Einzahlungen in den Sparvertrag nach oben angepasst werden sollten“, informiert Heyer. „Wer Hilfe bei der Ermittlung der richtigen Summen benötigt, kann sich ebenfalls in der Verbraucherzentrale Sachsen beraten lassen.“ Dafür muss dann ein Blick in den bestehenden Riester-Vertrag und auf die tatsächlichen, laufenden Einzahlungen zum Beispiel an Hand der Kontoauszüge geworfen werden. Zusätzlich brauchen die Berater Kenntnis vom Jahreseinkommen, etwa mittels der Gehaltsabrechnung vom Dezember 2013.  

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.