Welttoilettentag: Olaf Schubert setzt sich für Sanitärprojekte ein

Zum Welttoilettentag erinnert arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V. daran, wie wichtig das Thema Sanitärversorgung ist. Betroffen sind 2,5 Milliarden Menschen, die weltweit ohne akzeptable Toiletten leben. Mehr bei DF-Online. +++

Ein Tabu darf heute gebrochen werden: Zum Welttoilettentag erinnert arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V. daran, wie wichtig das Thema Sanitärversorgung ist. Betroffen sind 2,5 Milliarden Menschen, die weltweit ohne akzeptable Toiletten leben – mit erheblichen Folgen: Ohne Toiletten geraten Fäkalien und Urin ungeschützt in die Ökosysteme und Trinkwasserreserven. Außerdem verbreitet sich ungehindert eine Vielzahl von Keimen und damit zum Teil tödliche Krankheiten, wie zum Beispiel Cholera. „Somit ist die Investition in Sanitäranlagen, die beste präventive Medizin, die der Menschheit zur Verfügung steht“, betont geschäftsführender Vorstand Sven Seifert.

„Für Frauen ist das Problem besonders gravierend, wenn sie ihre Notdurft im Freien verrichten. Im schlimmsten Fall können sie Opfer von Vergewaltigung werden“, ergänzt Sarah Kräß von arche noVa. In den Projektgebieten der sächsischen Hilfsorganisation berichten Frauen regelmäßig von ihren Problemen rund um das Thema Sanitärversorgung. Dabei spiele Scham eine große Rolle. Häufig fühlen sich die Frauen von  Blicken verfolgt, wenn sie ein Versteck suchen müssen. „Toiletten bedeuten Würde – das gilt vor allem für Frauen und Mädchen“, so die Projektreferentin von arche noVa. Aus der Not heraus käme es sogar vor, dass Frauen und Mädchen weniger trinken und essen als sie brauchen, um bis zur Dunkelheit ihre Notdurft unterdrücken zu können. Damit gefährden sie massiv ihre Gesundheit.

Wie deutlich sich die Situation verbessern lässt, zeigt sich beispielsweise in Mali, wo arche noVa zurzeit an 65 Schulen Wasser- und Sanitäranlagen für 18.000 Kinder und Jugendliche errichtet und Hygieneschulungen durchführt. „Davon profitieren alle, weil die Gefahr von Durchfallerkrankungen deutlich sinkt, ganz besonders hilft es aber den Mädchen“, erläutert Sarah Kräß. „Sie wollen beim Gang zur Toilette unbeobachtet sein und benötigen einen sicheren Schutz ihrer Privatsphäre – vor allem während ihrer Menstruation. In dieser Zeit meiden sie Orte, an denen sie sich nicht waschen können, und gehen deshalb auch nicht zur Schule.“ Die Vereinten Nationen haben in einer Studie ermittelt, dass Mädchen eine 11 Prozent höhere Anwesenheit am Unterricht hätten, gäbe es weltweit ausreichend Schullatrinen.

arche noVa ist derzeit in vier Ländern im Bereich Sanitärversorgung aktiv. Neben Mali sind das Uganda, Pakistan und die Philippinen. Im Anschluss an den Taifun Haiyan hat das arche noVa-Einsatzteam auf den Visayas bis heute bereits an 52 Schulen und 132 Kindergärten Sanitäranlagen wiederaufgebaut. Weitere 100 Schullatrinen werden in den kommenden Monaten folgen.

Quelle: arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V.

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