Wenig Regen in Sicht- Trockenheit dauert an

Ostern 2011 fiel – wie im Vorfeld vom Wetterdienst WETTER.NET angekündigt – sehr warm und sonnig aus.

Die Höchstwerte erreichten am Ostersonntag 28 Grad, der Ostermontag brachte es immerhin auf 25 Grad. Verantwortlich hierfür war Hoch Tijen.

Hoch Tijen zieht nun ab. Das bedeutet, dass es in den nächsten Tagen zunächst etwas unbeständiger wird.

„Die große Trockenheit wird dadurch nur regional etwas gemildert. Besonders in einem Streifen vom Saarland, über Rheinland-Pfalz und Hessen bleibt es weiterhin sehr trocken“ erklärt Wetter-Experte Dominik Jung vonWETTER.NET.

Nachdem der März insgesamt nur 37 Prozent der üblichen Regenmenge brachte, gab es im April bisher nur 28 Prozent des Regensolls.

Damit ist der Frühling 2011 viel zu trocken. Dafür gab´s jede Menge Sonnenschein und Wärme:

Der März war rund 1,5 Grad zu warm und brachte 60 Prozent mehr Sonnenschein als üblich.

Der April ist aktuell 4 Grad zu warm und brachte bisher 25 Prozent mehr Sonnenschein als im langjährigen Mittel.

Die Folge: Die Waldbrandgefahr hat flächendeckend Stufe vier bis fünf erreicht und damit die höchsten Warnstufen. In etlichen Bundesländern gab es über die Osterfeiertage bereits erste Waldbrände.

Die Wetterentwicklung der kommenden Tage:

Mittwoch 14 bis 23 Grad, viele Wolken und immer wieder Schauer und Gewitter

Donnerstag 17 bis 25 Grad, Wechsel aus Sonne und Wolken mit einzelnen Schauern und Gewittern

Freitag 18 bis 25 Grad, nur noch selten Schauer, vielfach bereits wieder freundlich und trocken

Samstag 17 bis 25 Grad, viel Sonnenschein, nur vereinzelt im Süden ein paar Schauer – der Tanz in den Mai verläuft trocken

Sonntag 15 bis 24 Grad, freundlich und weitgehend trocken

Die Regenmengen werden sich allerdings in Grenzen halten und zudem räumlich sehr begrenzt sein, wie das bei Schauern und Gewittern meist der Fall ist.

„Das ist nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Was gebraucht wird, ist ein umfangreiches Regentief, welches flächendeckende Regenfälle bringt. Darauf warten sehnsüchtig auch unsere Landwirte, denn die finden das trockene Frühsommerwetter schon lange nicht mehr toll. Großflächiger und ergiebiger Regen ist aktuell jedoch nicht in Sicht. Daher sind weitere Waldbrände zu befürchten“ so Diplom-Meteorologe Jung.