Weniger Besucher in Schlössern und Burgen

Die  Besuchszahlen der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen sind im vergangenen Jahr zurück gegangen. Insgesamt wurden 1,95 Millionen Besuche verzeichnet, das ist ein Besuchsrückgang von etwa 150.000.

Insgesamt erwirtschafteten die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG) im Jahr 2015 rund 8,73 Mio. Euro Umsatzerlöse  (-3,2% im vergleich zum Jahr 2014). Zuzüglich Drittmittel und sonstiger betrieblicher Erträge belaufen sich die Einnahmen auf rund 10,2 Mio. Euro, etwa 200.000,- Euro (-1,9%) weniger, als im Vorjahr.

Dem stehen Kosten von insgesamt ca. 19,7 Mio. Euro gegenüber. Dabei entfallen auf Personalkosten etwa 10,85 Mio. Euro und auf Materialkosten und Kosten für den betrieblichen Aufwand knapp 8,8 Mio. Euro. Der Zuschussbedarf von SBG betrug im Jahr 2015 10,3 Mio. Euro. 

Die Umsatzzahlen spiegeln die Besuchszahlen nur teilweise wider, der Rückgang fällt weniger stark aus. So konnte in Schloss & Park Pillnitz (Besuche -9,5%) der Umsatz ( -0,6%) durch den verstärkten Verkauf von Museumstickets für die Sonderausstellung »Gefangen, gelitten, gefeiert. Sachsen 1815 – der König kehrt zurück.« gut abgefedert werden.

Bemerkenswert ist auch der starke Zuwachs im Barockschloss Rammenau. Sowohl bei den Besuchen (+4,9%), aber verstärkt auch beim Umsatz (+16,1%). Dieser starke Zuwachs ist vor allem durch die gute Auslastung in der Gastronomie und bei den Vermietungen möglich.

Nach dem erfolgreichen Jahr 2014 mit einer Steigerung der Besuchszahlen gab es in der Saison 2015 einen Besuchsrückgang. Insgesamt konnten die Häuser und Anlagen bei SBG etwa 1,95 Mio. Besuche ( 2014: 2,1 Mio.) verzeichnen. Das ist ein Besuchsrückgang von etwa 150.000 (-7,2%)

Die Gründe für den Rückgang sind in erster Linie individuell und nur in zweiter Linie der allgemeinen Entwicklung geschuldet. Neben den recht hohen Temperaturen in den Sommermonaten und dem Ausfall der Dampfschifffahrt in der Elbe müssen die unterschiedlichen Ausgangslagen in den einzelnen Häusern betrachtet werden.

Starke Rückgänge verzeichnen bspw. die Häuser, in denen im Vorjahr erfolgreiche Ausstellungen liefen: nach der großen Ausstellung zur Reformationsdekade 2017 gehen im Schloss Rochlitz die Besuchszahlen auf ein Niveau ( ~ 26.000) zurück, das dennoch über den Zahlen von 2012 (22.500) liegt. Im Palais im Großen Garten fand 2015 die beliebte Floristikschau »Dresdner Frühling« ( 38.000 Besuche) nicht statt. Der Burg Kriebstein bescherte im Vorjahr eine Sonderausstellung über DDR-Kinderspielzeug einen bemerkenswerten Anstieg der Besuchszahlen (61.300 Besuche 2014), der ohne diese Ausstellung 2015 nicht gehalten werden konnte (48.600 Besuche 2015). Schloss & Park Pillnitz verzeichnet 2015 genau in den beiden Monaten Rückgänge, in denen die Sommerhitze besonders stark war. In dieser Zeit musste die Sächsische Dampfschifffahrt wegen Niedrigwasser ihren Betrieb einstellen. Gäste, die sonst im Sommer eine Dampferfahrt mit einem Pillnitz-Besuch kombinieren blieben aus (ca. – 40.000 ). In Schloss Moritzburg lag die Konzentration ganz auf der Vorbereitung des Winters. Zudem gibt es im Schloss gegenwärtig keine Räume für eigenständige Sonderausstellungen in der Sommersaison.

Dennoch: Spitzenreiter waren Schloss & Park Pillnitz mit insgesamt knapp 381.230 Besuchen, die Parkeisenbahn und insgesamt fast 284.000 Besuchen und Fahrgästen (Steigerung um etwa 5.000 Besuche | +2,02%)  Anziehungskraft übten nach wie vor auch Schloss Moritzburg bzw. Fasanenschlösschen Moritzburg mit insgesamt etwa 246.900 Besuchen aus. Bemerkenswert im Vergleich zum allgemeinen Trend sind die Steigerungen im Schloss Colditz um 6.500 auf insgesamt fast 34.900 Besuche und im Schloss Rammenau um 2.150 Besuche auf insgesamt 46.212 Besuche.

Quelle: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützige GmbH