Weniger Busse und Bahnen in Dresden ab Samstag

Dresden - Aufgrund der Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung, einhergehend mit weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens und deutlich weniger Fahrgästen, reduzieren nun auch die Dresdner Verkehrsbetriebe ab Sonnabend, dem 4. Dezember 2021 ihren Fahrplan. 

© DVB/ Jürgen Herrmann

Sonnabends: Die Linien 3, 4, 7, 9, 11, EV11 und 62 verkehren im Einkaufsverkehr von etwa 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr alle 15 Minuten statt wie bisher im 10-Minuten-Takt. Die Linie 8, die zurzeit zwischen Südvorstadt und Albertplatz fährt, wird eingestellt. Die parallel verkehrenden Linien 3 und 7 bedienen diese Strecke bereits gut.

Sonntags:  Keine Änderung im bestehenden Fahrplan. Lediglich die „8“ verkehrt nicht.

Montags bis freitags:  Die Linien 1, 2, 9, 13, EV3/13 fahren im Tagesverkehr von etwa 6:30 Uhr bis 19:00 Uhr im 15-Minuten-Takt statt alle zehn Minuten. Die Linie 8 verkehrt in dieser Zeit alle 20 Minuten. Nach 19:30 Uhr entfällt die „8“.   

Alle nicht aufgeführten Linien fahren weiter wie bisher.

Durch die Fahrplanänderung soll der Schülerverkehr nicht oder möglichst wenig beeinträchtigt werden. Auch die Buslinien, die an der Dresdner Peripherie Anschlüsse zu Umlandlinien herstellen, bleiben unverändert. Dafür ist das Angebot für den Einkaufs- und Freizeitverkehr etwas geringer. Besondere Verstärkungsfahrten, die sonst im Advent unverzichtbar sind, wurden gestrichen. Abhängig von weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens soll der Fahrplan zunächst bis Weihnachten gelten. Dann treten die üblichen Ferien- und Feiertagsfahrpläne in Kraft.

Die Anpassung entspricht der erneut deutlich gesunkenen ÖPNV-Nachfrage im Stadtgebiet. Waren vor der vierten Pandemiewelle wieder 90 Prozent der üblichen Fahrgäste in Bus und Bahn unterwegs, reduzierte sich die Fahrgastzahl zuletzt auf kaum mehr als 60 Prozent beziehungsweise 400.000 pro Werktag. Mit den neuen Einschränkungen wird diese Zahl weiter sinken.

Durch den allgemeinen Anstieg der Infektionen ist auch die Zahl erkrankter Fahrerinnen und Fahrer gestiegen und liegt ein Drittel höher als noch letzte Woche. Die Anpassung dient somit auch der Stabilisierung des Fahrplans und verhindert personalbedingte Ausfälle. Trotz des reduzierten Fahrplans und immer mit Blick auf die Auslastung der Fahrzeuge bleibt eine ausreichende Grundversorgung mit ÖPNV-Leistung stets gewährleistet.  

 

Quelle: DVB