Weniger Insolvenzen in Sachsen

4.012 Insolvenzverfahren wurden im ersten Halbjahr 2011 in Sachsen von den Amtsgerichten Chemnitz, Dresden und Leipzig gemeldet. Um 5,9 Prozent verringerte sich damit die Zahl der Insolvenzverfahren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. +++

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes betrafen 787 Verfahren Unternehmen und 3 225 Verfahren übrige Schuldner1). Die Unternehmensinsolvenzen sanken um 6,5 Prozent, die Verfahren der übrigen Schuldner um 5,7 Prozent. Fast 87 Prozent der Insolvenzverfahren wurden insgesamt eröffnet.

Bei den Unternehmensinsolvenzen waren es rund 76 Prozent. Die übrigen Schuldner hatten eine Eröffnungsquote von gut 89 Prozent. 56 Prozent der von Insolvenz betroffenen Unternehmen waren Einzelunternehmen, weitere 36 Prozent Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH). Bei den Insolvenzverfahren von Einzelunternehmen war ein Rückgang gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 um 8 Prozent zu verzeichnen. Die Insolvenzverfahren der GmbHs stiegen dagegen leicht an.

Das Baugewerbe und der Handel machten mehr als ein Drittel (36 Prozent) aller Unternehmensinsolvenzen im Berichtszeitraum aus. Jedes fünfte insolvente Unternehmen war dem Baugewerbe zuzuordnen. Davon wurden knapp 79 Prozent in der Wirtschaftsabteilung „Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe“ registriert. Die Hälfte der Unternehmensinsolvenzen im Bereich „Handel“ betraf den Einzelhandel.

Die von den Gläubigern angemeldeten Forderungen betrugen in Sachsen im ersten Halbjahr 2011 rund 639 Millionen €, die durchschnittlichen Forderungen je Verfahren reichlich 159 Tausend €. Die Forderungen nahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 21 Prozent ab. Die Forderungen an Unternehmen verminderten sich sogar um fast 30 Prozent, dagegen die der übrigen Schuldner lediglich um fast 7 Prozent.