Weniger minderjährige Kinder von Scheidung der Eltern betroffen

Im Jahr 2012 wurden 7104 Ehen von den 30 sächsischen Familiengerichten geschieden, nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren das 0,6 Prozent bzw. 42 Ehen weniger als im Jahr zuvor. +++

Seit 2004 ist die Zahl der Ehescheidungen in Sachsen rückläufig. Die Zahl der von der Scheidung betroffenen minderjährigen Kinder sank im Vergleich zu 2011 um 116 (2 Prozent) auf 4 857. Bei 225 Scheidungen, 17 weniger als im Vorjahr, waren jeweils mehr als drei minderjährige Kinder betroffen. Dafür gab es gegenüber dem Vorjahr 90 Scheidungen mehr, bei denen keine Kinder betroffen waren.

Die meisten Ehen wurden 2012 nach einer Ehedauer von sechs Jahren (400 Fälle) geschieden. Ein Viertel aller Scheidungen erfolgte nach 5 bis 9 Jahren. Nach der Silberhochzeit trennten sich 1 483 Ehepaare (21 Prozent), nach der Goldenen Hochzeit noch 12 Ehepaare. Die durchschnittliche Dauer der 2012 geschiedenen Ehen lag wie in den Vorjahren bei 16 Jahren.
 
39 Prozent der geschiedenen Frauen und Männer waren im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Die meisten Frauen trennten sich im Alter von 48 Jahren, die meisten Männer im Alter von 46 Jahren. 2012 wurden 54 Prozent (3 804 Fälle) der Scheidungsanträge von den Ehefrauen und 37 Prozent (2 600 Fälle) von den Männern eingereicht. Jede 10. Scheidung (10 Prozent bzw. 700) wurde von beiden Ehepartnern beantragt. Durchschnittlich dauerte das Scheidungsverfahren zehn Monate.

Bundesweit wurden 2011 durchschnittlich 23 Ehen je 10 000 Einwohner geschieden. Sachsen war mit 17 Ehescheidungen auf 10 000 Einwohner das Land mit der geringsten Scheidungsrate.

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaats Sachsen

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