Weniger Sozialleistungsempfänger in Sachsen in 2020

Dresden - Zahl der Empfängerinnen und Empfänger sozialer Mindestsicherung 2020 in Sachsen ist leicht gesunken. Das hat das Statistische Landesamt in Kamenz mitgeteilt.

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Ende 2020 haben in Sachsen 292.025 Menschen sog. Mindestsicherungsleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts erhalten. Das waren 6 964 Personen bzw. 2,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2015 gab es noch knapp drei Viertel so viele Leistungsempfänger. Damals waren 10,3 Prozent der Bevölkerung Sachsens von Mindestsicherungsleistungen betroffen. Am Jahresende 2020 waren es noch 7,2 Prozent. Dieser Wert lag unter dem Bundesdurchschnitt von 8,3 Prozent. Sachsen hatte die fünftniedrigste Mindestsicherungsquote aller Bundesländer.

Innerhalb von Sachsen wiesen die Landkreise mit durchschnittlich 6,0 Prozent deutlich niedrigere Mindestsicherungsquoten auf als die Kreisfreien Städte (9,6 Prozent). Eine Ausnahme bildet der Landkreis Görlitz, der mit 8,3 Prozent auch 2020 eine höhere Quote als die Kreisfreie Stadt Dresden mit 8,2 Prozent hatte.

Zur sozialen Mindestsicherung gehören folgende Leistungen:

im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II, „Hartz IV“)

- Arbeitslosengeld II (179 320 erwerbsfähige Leistungsberechtigte) und

- Sozialgeld (56 305 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte)

im Rahmen der Sozialhilfe (SGB XII)

- Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (davon 18 880 erwerbsgeminderte Personen und 11 855 im Rentenalter) und

- Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen (4 950 Personen)

sowie außerdem

- Regelleistungen nach Asylbewerberleistungsgesetz (20 715 Personen).

 

Quelle: Statistisches Landesamt