Weniger Spielkonsolen: Projekt „Märchenwelten“ mit Wettbewerb startet an sächsischen Kitas

„Kinder brauchen mehr Märchen und weniger Spielkonsolen“, so Kultusminister Roland Wöller, der gemeinsam mit der Stiftung Lesen an den sächsischen Kindertageseinrichtungen das Projekt „Märchenwelten“ gestartet hat. Es soll Erzieher dabei unterstützen, Märchen regelmäßig in den Kindergarten-Alltag mit einzubeziehen.

Alle sächsischen Kitas erhalten dazu in den nächsten Tagen per Post pädagogisches Begleitmaterial. Hier werden die Erzieher darüber informiert, was das Besondere an Märchen ist, was sie für Kinder bedeuten und wie die Mädchen und Jungen für diese Welt zu begeistern sind.

„Märchen sind ein wertvoller kultureller Schatz. In vielen Familien spielt das Erzählen oder Vorlesen von Märchen aber keine große Rolle mehr. Umso wichtiger ist es, dass die Kitas dieses Thema aufgreifen und die Kinder an diese lehrreiche und phantasievolle Welt heranführt“, erklärte der Minister. „Ob Hänsel und Gretel, Aschenputtel oder Rotkäppchen, Märchen vermitteln wichtige Werte. Die Mädchen und Jungen lernen, dass es eben nicht nur auf Reichtum ankommt, sondern vor allem auf Hilfsbereitschaft und Klugheit. Außerdem trösten die Geschichten mit Happy End und stärken das Selbstwertgefühl der Kinder“, so Wöller weiter.

Kernstück der Handreichung ist der Wettbewerb „Riesenkinder auf Entdeckungsreise“. Was die neugierigen Riesenkinder alles erleben, als sie heimlich ihre Hängematten verlassen, um auf Entdeckungsreisen zu gehen, können die Erzieher mit den Kindern in Form von selbstgemalten Bildergeschichten weitererzählen. Auch Hörspiele und kurze Filme können als Beitrag bis zum 31. März 2001 eingesendet werden.

Für die ersten drei Preisträger gibt es einen Besuch in einer Märchentheatervorführung vor Ort zu gewinnen. 20 weitere Gruppen bekommen ein tolles Märchenpaket. Alle weiteren Teilnehmer gehen ebenfalls nicht leer aus und erhalten für jedes Kind ein Pixi-Buch. „Märchen regen die Phantasie und die Sprache an. Der Wettbewerb ist eine gute Möglichkeit, diese Fähigkeiten zu fördern“, betonte der Minister.