Weniger Unternehmensinsolvenzen in Sachsen im Jahr 2010

Im Jahr 2010 wurden in Sachsen 1.713 Unternehmensinsolvenzverfahren gemeldet. Das waren 229 Verfahren bzw. 11,8 Prozent weniger als 2009. Vierteljährlich betrachtet wurden im 1. Quartal 2010 noch 12,1 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahreszeitraum angezeigt, im 2. Quartal waren es 12,9 Prozent und im 3. Quartal 17,2 Prozent weniger.

Am geringsten war der Rückgang im 4. Quartal 2010 zu 2009 (- 4,2 Prozent). Fast 79 Prozent der Unternehmensinsolvenzen (1 352 Verfahren) wurden eröffnet, 361 mangels Masse abgewiesen.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, waren gut 58 Prozent der insolventen Unternehmen (995) waren weniger als acht Jahre wirtschaftlich tätig, darunter 486 Unternehmen weniger als vier Jahre. Der Anteil der Gläubigerforderungen der Gruppe „unter acht Jahre“ lag bei 55,9 Prozent.

Rund 58 Prozent der betroffenen Unternehmen waren Einzelunternehmen, weitere knapp 33 Prozent Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH). Knapp 20 Prozent der insolventen Unternehmen waren dem Baugewerbe zuzuordnen, 17 Prozent dem Wirtschaftsbereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz.

Die insgesamt von den Gläubigern angemeldeten Forderungen für Unternehmen betrugen 919 Millionen Euro, durchschnittlich 537 000 Euro je Verfahren. Die meisten Unternehmensinsolvenzen wurden 2010 mit 657 für den Direktionsbezirk Chemnitz gemeldet, gefolgt von den Direktionsbezirken Leipzig und Dresden mit 567 bzw. 489 Verfahren.