Weniger wegwerfen – Lebensmittel & Co. Übersichtlich lagern

Ordnung ist das halbe Leben. Das wussten schon unsere Großeltern nur allzu gut. Einigen fällt es leichter und andere tun sich wahrlich schwer damit. Dabei ist alles nur eine Frage der guten Organisation und der zur Verfügung stehenden Lagermöglichkeiten. Da im Laufe eines Lebens schon einiges zusammenkommt, ist es umso wichtiger, den Überblick zu bewahren. Allen voran, wenn es um die Aufbewahrung von Lebensmitteln geht. Hier begehen einige noch immer denselben Fehler. Nach einem Einkauf werden einfach die neuen Lebensmittel in den Vorratsschrank gestellt, ohne zu schauen, ob dieselben noch vorhanden sind. Dann läuft man automatisch Gefahr, dass die älteren Produkte einfach ablaufen und das ist nicht im Sinne der Haushaltskasse, zudem werfen wir alle viel zu viele Lebensmittel weg, daher hier nun einige Tipps für eine gut organisierte Hauswirtschaft.

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Lebensmittel – hier heißt das Motto: First in – First out

Nach diesem Prinzip arbeiten Lebensmittelhändler. Wörtlich übersetzt bedeutet es nichts anderes, als was zuerst geliefert wird, muss zuerst verkauft werden. Das trifft vor allem auf frische Waren zu, da diese nicht lange haltbar sind. Bei Konserven und Co spielt das eine etwas untergeordnetere Rolle. Doch dieses Prinzip kann oder besser gesagt, sollte zu Hause ebenfalls angewandt werden. Selbst bei länger haltbaren Lebensmitteln gilt es darauf zu achten, diese korrekt zu lagern. Ein kleines Beispiel verdeutlicht das recht gut. Im Vorratsschrank befinden sich bereits verschiedene Gläser mit eingelegten Früchten. Wird jetzt noch ein Glas angeschafft, wird dieses hinter die anderen gestellt, sodass die, die schon länger lagern, künftig zuerst verbraucht werden.

Im Kühlschrank funktioniert es ähnlich. Produkte mit dem kürzesten Haltbarkeitsdatum gehören an erster Stelle. So lässt es sich vermeiden, dass der hintere Joghurt ständig übersehen wird und stattdessen der neu gekaufte mit längerem Haltbarkeitsdatum gegriffen wird. Alles eine Frage der Disziplin. Es zahlt sich am Ende allerdings aus und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nach wie vor werden in Deutschland tonnenweise Lebensmittel entsorgt. Oftmals als Resultat falscher Lagerung und durchdachter Einkäufe.

Chaos bei der Lagerung in der Garage vorbeugen

Nicht alles, was relevant ist, wird in der Küche oder in der Vorratskammer gelagert. Wer eine Garage hat, nutzt diese ebenfalls für die Aufbewahrung. Großpackungen und Getränke finden in der Regel hier einen Platz. Nicht selten entsteht allerdings ein Chaos, wenn nicht ausreichend Regale vorhanden sind. Da stehen meist wahllos gefüllte Kisten und Kartons verteilt oder übereinander gestapelt herum. Es fehlt häufig nicht nur an Übersicht, sondern vor allem an Ordnung. Wer hier dringend etwas benötigt, muss erst viel Zeit in die Suche investieren. Das muss aber natürlich nicht so sein, beispielsweise bieten hier Boxensysteme oder Flachbodenregale eine perfekte Lösung für eine übersichtliche Lagerung von Dingen an. Sie gibt es in ganz verschiedenen Ausführungen und Größen. Zudem sind sie individuell zusammenstellbar und selbst schwere Lasten können auf solchen Regalen platziert werden. Mit einem solchen Regalsystem kehrt rasch Ordnung zurück und das Wichtigste ist, dass man den Überblick behält. Ergänzend können Ständer für Getränkekiste aufgestellt werden, um das Ganze möglichst platzsparend lagern zu können.

Wie viel Vorrat ist eigentlich nötig?

Die junge Generation hat nie erfahren müssen, was Hunger wirklich bedeutet. Weder Kriege noch Katastrophen haben sie erleben müssen. Ständig ist alles verfügbar und der tägliche Gang zum Discounter scheint schlichtweg selbstverständlich. Doch es kann von heute auf morgen alles anders kommen. Glücklicherweise gehören Naturkatastrophen hierzulande zu den Ausnahmen. Welche verheerenden Ausmaße es aber erreicht, wurde unlängst deutlich. Selbst ein länger anhaltender Stromausfall würde dazu führen, dass die Lieferketten zusammenbrechen. Es ist daher ratsam, sich mit einer vernünftigen Bevorratung zu befassen. Was und in welchen Mengen gelagert wird, hängt natürlich von der Anzahl im Haushalt lebender Menschen ab. Eine vierköpfige Familie benötigt deutlich mehr als jemand, der allein lebt. Aufgrund dessen werden die Angaben hier auf eine Person bezogen. Dies gilt es dann entsprechend zu erhöhen, wenn Bedarf besteht.

Doch nicht nur Lebensmittel sind wichtig. Bei der entsprechenden Notfallversorgung sind vor allem Hygieneartikel nicht zu vergessen. Diesmal geht es nicht darum, die Toilettenpapierkrise zu wiederholen, sondern ein breites Spektrum an Artikeln auf Vorrat zu haben. Die Menschen sind es schlichtweg nicht mehr gewohnt, auch an schlechte Zeiten zu denken. Eine Sensibilisierung gegenüber diesem Thema wäre zu empfehlen, ohne dabei ständig Angst und Panik zu schüren. Wer gut aufgeklärt ist und sich sachlich damit befasst, kann in einer wirklichen Krise deutlich besser agieren. Dank einer optimierten Lagerung, muss nicht einmal viel zusammengesucht werden, denn es steht bereits alles an seinem Platz. In diesem Sinne, Ordnung ist und bleibt das halbe Leben.