Wenn Retter selbst zu Opfern werden

Großschirma – Beim Unfall eines Feuerwehrautos sind am frühen Donnerstagmorgen auf der Bundesstraße 101 bei Großschirma im Landkreis Mittelsachsen zwei Feuerwehrmänner schwer verletzt worden.

Das Tanklöschfahrzeug der freiwilligen Feuerwehr Mulda war kurz nach 7 Uhr auf der Bundesstraße zu einem Fahrsicherheitstraining nach Leipzig unterwegs.

Zwischen Großvoigtsberg und Obergruna kam das Spezialfahrzeug zur Waldbrandbekämpfung aus bisher unbekannter Ursache nach rechts von der abschüssigen und kurvenreichen Fahrbahn ab, war ins Schleudern geraten und hatte sich auf einem Feld überschlagen. Für die Feuerwehrleute, die an der Rettung beteiligt waren, ist so ein Einsatz auch nicht alltäglich.

Beide Feuerwehrmänner wurden im Führerhaus eingeklemmt und mussten von Kameraden der örtlichen Feuerwehren befreit werden. Ein Rettungshubschrauber brachte die Männer mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die B 101 war für etwa 1½ Stunden voll gesperrt.

Der Bürgermeister der Stadt Mulda war ebenfalls zum Unfallort gekommen, nachdem er vom Unglück erfahren hatte.

Am Feuerwehrauto entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt ca. 200.000 Euro.

Laut Reiner Stiehl müssen sich die Muldaer Bürger aber keine Sorgen machen, man habe genügend Einsatzfahrzeuge im Fuhrpark. Wichtiger sei die schnelle Genesung der Kameraden.