Werksausbau für Produktion von Elektroautos bei BMW hat begonnen

Der Ausbau des Leipziger BMW Werkes zu einem Produktionszentrum für Elektromobilität hat begonnen. Die ersten Bagger und Bauarbeiter haben ihre Arbeit auf dem Gelände aufgenommen.

In der ersten Stufe entsteht ein Gebäude zur Produktion von CFK-Bauteilen. Ähnlich wie in einem Presswerk werden dort später Karosserieteile aus dem extrem leichten und hochfesten Werkstoff Carbon in Form gebracht. „Wir beginnen derzeit mit dem Ausheben einer rund 140 m langen Baugrube für die spätere Pressentechnik und gießen die ersten Fundamente für das Gebäude“, sagt Werkleiter Manfred Erlacher.

Schon in wenigen Wochen wird mit dem Bau eines weiteren Gebäudes zum Herstellen lackierter Kunststoffteile begonnen. Ende 2011 folgen mit dem Karosseriebau und der Montage zwei weitere Produktionshallen, in denen später die Leichtbaukarosserien zusammengefügt, ausgestattet und mit dem Antriebs-modul verbunden werden.

Im Rahmen der Werkserweiterung investiert die BMW Group in das Werk Leipzig rund 400 Mio. und schafft rund 800 Arbeitsplätze. In den neu errichteten Gebäuden sollen ab 2013 der BMW i3 und BMW i8 vom Band rollen.

Beide Modelle zeichnen sich durch alternative Antriebe mit einem Hochvolt-speicher und Elektroantrieb aus. Der BMW i3 – bisher unter dem Namen Megacity Vehicle bekannt – ist dabei ein reines Elektrofahrzeug, der Super-sportwagen BMW i8 dagegen ein sogenannter Plug-In-Hybrid mit Elektroantrieb und einem effizienten und leistungsstarken Verbrennungsmotor. Bei beiden Automobilen besteht die Fahrgastzelle aus dem innovativen Werkstoff CFK (CFK: carbonfaserverstärkter Kunststoff).

Das neue Werk im Werk wird auch im Hinblick auf den Umweltschutz neue Maßstäbe setzen. So soll für die Produktion des BMW i3 und i8 rund 50 Prozent weniger Energie und 70 Prozent weniger Wasser eingesetzt werden als im bisherigen BMW Produktionsdurchschnitt. Der für die Produktion benötigte Strom soll dabei zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden.