Werkverzeichnis von Mendelssohn veröffentlicht

Es ist so etwas wie ein Paukenschlag für die Musikwelt. Mittwochnachmittag wurde in Leipzig das erste wissenschaftliche Werkverzeichnis von Felix Mendelssohn-Bartholdy vorgestellt.

Gedruckt von Breitkopf und Härtel. Vorausgegangen waren jahrelange Recherchen rund um den Globus bei dem ein Leipziger Forscherteam alle Daten zusammentrug.

Um dieses unscheinbare Buch dreht sich die ganze Aufregung. Man fragt sich unwillkürlich warum? Doch in diesen 700 Seiten stecken 15 Jahre intensive Forscherarbeit.

Alles wegen ihm: Felix Mendelssohn-Bartholdy. Er hat nicht nur einen Taktstock in der Hand, sondern auch einen Stoß Noten. Der große Gewandhauskapellmeister war ein fleißiger Schreiber, der gern auch mal seine Noten korrigierte. Deswegen gibt es auch von einem Werk gleich mehrere Versionen. Die waren bisher nicht in ein Werkverzeichnis gefasst, was es für Bach oder Mozart schon seit Jahrhunderten gibt.

Interview: Dr. Ralf Wehner – Leipziger Mendelssohn-Ausgabe

Dr. Ralf Wehner von der sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und sein Team schrieben mehr als 1.500 Bibliotheken an. Mehr als 15.000 Auktions- und Antiquariatskataloge wurden durchforstet. Seinen Enthusiasmus für Mendelssohn hat er dabei nicht verloren.

Interview: Dr. Ralf Wehner – Sächsische Akademie der Wissenschaften

Mit dem neuen Werkverzeichnis bleibt Leipzig was Mendelssohn betrifft weiterhin Spitze in der Welt.

Interview: Dr. Ralf Wehner – Sächsische Akademie der Wissenschaften

Der heutige Tag kann als Paukenschlag in der Musikwelt betrachtet werden. Und Mendelssohn hätte es auch gefreut.

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