Westgohliser Kleingärtner gehen mit gutem Beispiel voran

Die Mitglieder der Westgohliser Gartenkolonie 1921 haben in Eigenregie die alte Sickergrube des Vereins-Wirtshauses gegen eine neue Kleinkläranlage ausgetauscht. Auf viele andere Kleingartenvereine kommt das noch zu. +++

Die 220 Mitglieder der Westgohliser Gartenkolonie 1921 sind mächtig stolz. In Eigenregie haben sie die alte Sickergrube des Vereins-Wirtshauses gegen eine neue Kleinkläranlage ausgetauscht. Nun wird das Abwasser biologisch gereinigt, Keime können das Grundwasser nicht mehr belasten. Ganz freiwillig war die Anschaffung aber nicht, weiß Ronny Hirschfeld von der Firma Biolog Abwasserservice, die die Kleingärtner bei der Umsetzung unterstützt hat.

Auf viele Kleingartenvereine kommt diese Maßnahme in diesem Jahr noch zu, denn wer 2016 immer noch ungereinigte Abwässer in den Boden leitet macht sich strafbar. Allerdings ist eine Kleinkläranlage auch nicht ganz billig. Die Mitglieder der Westgohliser Gatenkolonie 1921 haben viel Zeit und immerhin 44.000 Euro investiert, teilweise wurden dafür sogar Privatkredite aufgenommen. Zur Einweihung der Kleinkläranlage in der vergangenen Woche war deshalb auch Andreas Eckardt vom sächsischen Umweltministerium anwesend.

Privatleute, die eine Kleinkläranlage brauchen, haben übrigens die Chance auf Förderung durch das Umweltministerium. Für Kleingartenvereine ist diese leider nicht vorgesehen. Das Ministerium berät aber zumindest, wie die Anschaffung möglichst kostengünstig verwirklicht werden kann.