Wetter: Bis Monatsende nass-kaltes Schmuddelwetter

Hinter uns liegen stürmische Tage. Orkantief Elon und Felix brachten am Freitag und Samstag viel Sturm.

Selbst im Binnenland wurden im Norden Orkanböen bis 130 km/h gemessen. Dann: Extrem warm am Samstag. In Garmisch-Partenkirchen wurden 19 Grad gemessen. Damit war es dort wärmer als auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca. Dort wurden Höchstwerte um 17 Grad gemessen. Auch die Nacht zum Samstag war extrem warm, stellenweise gab es Samstagmorgen Frühwerte um 14 Grad und das mitten im Januar. Stellenweise wurden neue Jahrhundertrekorde für die Jahreszeit aufgestellt!

„Das ist schon wieder ein richtiger Mildwinter. Der Dezember war 2 Grad zu warm und der Januar ist bisher 3,8 Grad zu warm. Und auch in den kommenden Tagen geht es vielfach mild weiter. Morgen werden stellenweise schon wieder bis zu 13 Grad erwartet. Der Trend sieht nur noch geringe Wahrscheinlichkeiten dafür, dass es im Januar noch einen weißen und frostigen Flachlandwinter geben könnte. Lediglich in den Mittelgebirgen und in den Alpen kann es immer wieder kräftiger schneien und die Schneedecke kann zeitweise anwachsen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Die kommenden Tagen bleiben einfach zu mild. Selbst nachts gibt es höchstens mal im Süden leichten Frost. So werden die kommenden Tage:

Dienstag: 7 bis 13 Grad, weiterhin windig und mild, zunächst freundlich, später aus Westen neuer Regen

Mittwoch: 4 bis 10 Grad, aus Westen neue Schauer, im Norden zeitweise stürmisch

Donnerstag: 4 bis 8 Grad, nach freundlichem Start ziehen rasch wieder Wolken mit kräftigem Regen auf

Freitag: 2 bis 7 Grad, nass-kalt, im Flachland meist Regen, im Süden oberhalb 500 Meter teils kräftiger Schneefall

Samstag: 0 bis 5 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, ab und zu Regenschauer, in Lagen oberhalb 300 bis 400 Meter Schneeschauer

Sonntag: 0 bis 5 Grad, immer wieder Schneeregen oder Schneeschauer, liegen bleibt der Schnee aber nur in den Mittelgebirgen und Alpen

Montag: 0 bis 4 Grad, nass-kaltes Schmuddelwetter mit Schneeregen- und Regenschauern, oberhalb 400 bis 500 Meter fällt Schnee

TREND BIS MONATSENDE:

Am ehesten Chancen auf Schneefall oder sogar eine wachsende Schneedecke haben die Lagen über 500 Meter. Im südlichen Bayern und Baden-Württemberg, sowie in den Mittelgebirgen und den Alpen wird es zeitweise zu kräftigeren Schneefällen kommen. Dort wächst die Schneedecke an. Für die meisten Menschen wird es bis Ende Januar allerdings beim wechselhaften Schmuddelwetter bleiben.

„Eine Wetterlage die deutschlandweiten Dauerfrost bringen könnte oder gar eine in weiten Landesteilen geschlossene Schneedecke ist bis Ende Januar nicht in Sicht. Das ist der aktuelle Stand. Wir müssen abwarten, ob sich daran noch mal etwas ändert“ erklärt Wetterexperte Jung.