Wetter: Bisher kälteste Nacht der Saison – Sonntag wird´s wieder stürmisch!

Am Donnerstagmorgen hieß es in vielen Teilen Deutschlands: Früher aufstehen und auf geht´s zum Scheiben frei kratzen!

Vielfach gab es am Donnerstagmorgen Luftfrost. Die tiefsten Werte in 2 Metern Höhe wurden n Grafenwöhr (minus 4 Grad), Plauen (minus 3 Grad), Idar-Oberstein (minus 2 Grad), Roth (minus 2 Grad), Kaiserslautern (minus 2 Grad) oder etwa Stuttgart (minus 1 Grad) gemessen.

Noch kälter war es direkt über dem Erdboden (Messhöhe 5 cm). In Halle an der Saale wurden frostige minus 6 Grad gemessen, der Flughafen Hahn/Hunsrück meldete minus 4 Grad, minus 3 Grad waren es in Cottbus und in Berlin gab es Bodenfrost bis minus 2 Grad.

„Der Winter hat heute früh ein erstes Zeichen gesetzt. In den kommenden Tagen müssen wir nun immer öfter zumindest mit Bodenfrost rechnen. Aber auch am Tag kommen die Temperaturen kaum noch über die 15-Grad-Marke. Am Sonntag könnte es am Alpenrand bis auf 900 herab schneien“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).
Aufgepasst: am Sonntag und Montag wird es nördlich des Mains wieder stürmisch. Dann gibt’s nach den aktuellen Berechnungen wieder Sturmböen bis 100 Stundenkilometer. Da die genaue Zugbahn des Tiefdruckgebiets derzeit noch nicht ganz klar ist, können die Windgeschwindigkeiten aber auch noch variieren und entsprechend tiefer, aber auch höher ausfallen!

Die Wetterentwicklung der kommenden Tage im Detail:

Freitag (Allerheiligen): viele Wolken und wenig Sonnenschein, aber nur im Nordwesten etwas Regen, 8 bis 12 Grad

Samstag: viele Wolken und etwas Regen, später zunehmend freundlich und trocken, 12 bis 16 Grad

Sonntag: Sonne, Wolken und Schauer wechseln sich ab, dabei wird es nördlich des Mains zunehmend stürmisch, 7 bis 12 Grad, an den Alpen sinkt die Schneefallgrenze bis auf 1000 Meter.

Montag: im Norden kräftiger Regen, im Süden Sonne-Wolken-Schauer-Mix, 8 bis 12 Grad

Dienstag: zunächst freundlicher Mix aus Sonne und Wolken, später aus Nordwesten neuer Regen, 7 bis 10 Grad

Mittwoch: bedeckt und immer wieder Regen, 9 bis 14 Grad

Donnerstag: im Süden zeitweise recht freundlich, sonst viele Wolken und neben etwas Sonne auch immer wieder Schauer, 9 bis 15 Grad

Der Winter bringt sich derweil über Russland und Skandinavien in Stellung. Teilweise liegen die Tageswerte im östlichen Russland bereits im Dauerfrostbereich. Die nachfolgende Grafik zeigt die modellierten Oberflächentemperaturen für Europa zwischen dem 8. und 16. November.

Bei uns in Mitteleuropa liegen die Werte zu diesem Zeitpunkt zwischen 5 und 10 Grad. Ein echter Vorstoß der russischen Kaltluft nach Mitteleuropa ist derzeit allerdings noch nicht in Sicht.