Wetter: Blitzwinter auf Rückzug!

Während der Westen und Südwesten kaum etwas vom Winter der letzten 8 Tage zu spüren bekam, war es besonders im Nordosten zeitweise sehr eisig und schneereich.

Hochwinter und Spätherbst lagen nur ein paar hundert Kilometer auseinander.

Während es von Mittwoch bis Freitag noch einmal einheitlich winterlich kalt wird, ziehen sich dann aber ab dem Wochenende Schnee und Eis aus ganz Deutschland zurück. Der Atlantik gewinnt dann wieder die Oberhand und schickt und Regenwolken und milde Luft, also das gleiche Spielchen, was wir schon den ganzen Dezember und halben Januar über gewohnt waren.

“Besonders entlang des Rheins und westlich davon entwickelt sich der Winter 2013/2014 immer mehr zu einem Totalausfall. Selten waren dort Schneeflocken zu sehen, von einer Schneedecke ganz zu schweigen. Selbst Nachtfröste waren hier Mangelware” erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Der Nordosten bekam zumindest in den letzten 8 Tagen einen eindrucksvollen Blitzwinter mit Schnee, Eis und zweitweise zweistelligen Minuswerten. Die Temperaturen rutschten stellenweise auf minus 21 Grad.

Doch damit ist bald Schluss. Ab dem Wochenende sind die Tieflagen Deutschlands wieder überall frostfrei- zumindest tagsüber.

Die Wetterentwicklung der kommenden Tage im Detail:

Mittwoch: minus 6 bis plus 4 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, kaum Niederschlag

Donnerstag: minus 4 bis plus 6 Grad, im Norden ab und zu Sonne, im Süden viele Wolken aber überall trocken

Freitag: minus 1 bis plus 7 Grad, überwiegend freundlich und trocken

Samstag: 2 bis 8 Grad, aus Westen aufkommender Regen der sich über das ganze Land ausbreitet

Sonntag: 2 bis 6 Grad, viele Wolken, ab und zu etwas Sonnenschein, im Südosten Regen, oberhalb 600 Meter auch Schneeregen oder Schnee

Montag: 1 bis 6 Grad, nass-kaltes Schmuddelwetter, ab und zu Regen oder Schneeregen

Dienstag: 1 bis 6 Grad, mal Sonne, mal Wolken, selten Niederschlag

TREND BIS MONATSMITTE

Schon vor rund 2 Wochen kündigte der klimatologische Landfristtrend des amerikanischen Wetterdienstes (siehe WetterNews vom 16. Januar 2014: http://www.wetter.net/wetternews/wetter-rekordjanuar-weder-schneewalze-noch-eiswind-7477.html ) nach einem milden Januar auch einen milden Februar an. Genau dies scheint sich mit der bevorstehenden Wetterumstellung nun auch zu bestätigen.

Vom Atlantik strömt bis zur Monatsmitte immer wärmere Luft (grüne Farbe) nach Mitteleuropa. Diese drängt die Kälte (blaue Farbe) weit nach Osten ab.

“So schnell scheint das Winterwetter nicht zurückkehren zu wollen. Aber: Der Langfristtrend für den März sieht weiterhin einen unterkühlten Monat. Nach einem Frühlings-Frühstart sieht es also derzeit auch nicht aus” so Wetterexperte Jung.