Wetter: Der Sommer 2013

Nach dem dunkelsten Winter aller Zeiten und dem anschließend extrem kalten März stellt sich nun natürlich die Frage, wie es im kommenden Sommer sein wird bzw. werden könnte.

Immerhin „feiert“ der Jahrhundertsommer von 2003 dieses Jahr seinen 10. Geburtstag. Der Sommer 2003 brachte mehrere Hitzewellen. Die intensivste kam im August 2003. Damals kletterte das Quecksilber gleich an mehreren Orten über die magische 40-Grad-Marke.

Werte nahe der 40-Grad-Marke gab es übrigens auch im vergangenen Sommer. Hoch Achim sorgte damals für viel Sonne und Hitze. In Dresden wurden dabei 39,8 Grad gemessen. „Wäre diese Hitzewelle damals 2 bis 3 Wochen früher gekommen, hätte es wohl für Werte zwischen 41 und 42 Grad gereicht. Doch aufgrund des schon deutlich niedrigeren Sonnenstands war bei knapp unter 40 Grad Schluss“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Die Hitze dauerte im August 2012 dann auch nur wenige Tage an, dann war der ganze Spuk vorbei. Anders war das 2003 als es mehrere Wochen heiß blieb.

„Erste Langfristtrends von internationalen Wetterdiensten deuten für Deutschland auch in diesem Jahr einen durchschnittlichen Sommer an. Es soll weder wärmer, noch kälter als im langjährigen Durchschnitt werden. Auch beim Niederschlag wird es, wenn man den aktuellen Langfristtrends glauben schenken darf, eher auf einen durchschnittlichen Sommer hinauslaufen. Mit anhaltenden Regenfluten wie 2011 haben wir im Sommer 2013 höchstwahrscheinlich nicht zu rechnen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Fazit:
Der aktuelle Wetter-Trend deutet für Deutschland auf einen völlig normal temperierten Sommer 2013 hin. Das bedeutet aber nicht, dass es auch mal zu einzelnen Ausreißern nach oben oder unten kommen kann. Immerhin stehen die Chancen nicht schlecht, dass wir dieses Jahr nicht wieder so einen verregneten Sommer wie 2011 bekommen werden. Wer sich für einen Urlaub rund ums Mittelmeer entschieden hat bzw. noch entscheidet könnte dieses Jahr in der Tat auf eher unterdurchschnittliches Sommerwetter stoßen. Besonders mies sehen die Trends für den westlichen Mittelmeerraum aus. Dort würde es demnach nicht nur nasser, sondern auch kälter als üblich werden. Aber auch im östlichen Mittelmeerraum sollten sich die Urlauber laut der aktuellen Projektion auf mehr Regen einstellen.

„Dieses Jahr könnte sich somit Sommerurlaub auf „Balkonien“ lohnen, denn wer möchte schon die schönste Zeit des Jahres unterm Regenschirm am Strand verbringen?“ so Wetterexperte Jung.

Hinweis: Beim Sommertrend 2013 handelt es sich um eine langfristige klimatologische Projektion und nicht um eine klassische Wettervorhersage. Die Unsicherheiten sind dementsprechend höher als bei der klassischen Wettervorhersage. Auf Anfrage können auch monatliche Grafiken zur Verfügung gestellt werden, sprich getrennt für Juni, Juli und August.