Wetter: Der Sommer kommt mit über 30 Grad zurück

Mit stellenweise über 150 Liter Regen pro Quadratmeter gab es in den vergangenen Tagen regional sintflutartige Niederschläge.

Doch jetzt kehrt der Sommer wieder zurück. Hoch Isabel sorgt am Samstag und Sonntag im ganzen Land für viel Sonnenschein Temperaturen zwischen 24 und 30 Grad.

„Am Wochenende stellt sich wieder ideales Bade-und Grillwetter ein. Vielfach verlängern sogar einzelne Freibäder nochmal ihre Öffnungszeiten bis in die nächste Woche hinein, denn dann soll es lokal sogar nochmal auf 30 Grad und knapp darüber gehen. Nur der Montag bildet eine kleine Ausnahme. Da gibt es vorübergehend im ganzen Land Schauer, Gewitter und lokal auch längere Zeit Regen. Doch schon ab Dienstag setzt sich das sonnige Wetter fort und dann steigen die Temperaturen noch mal spürbar an“ verspricht Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

So geht es deutschlandweit in den kommenden Tagen weiter:

Samstag: 22 bis 28 Grad, viel Sonnenschein und trocken

Sonntag: 24 bis 30 Grad, bis zum Nachmittag sonnig und trocken dann aus Westen Schauer und Gewitter

Montag: 19 bis 29 Grad, wechselhaft, immer wieder Schauer, Gewitter oder Regen

Dienstag: 20 bis 26 Grad, wieder freundlicher und vielfach trocken

Mittwoch: 23 bis 29 Grad, im Süden schön mit Sonne, im Norden später einzelne Schauer

Donnerstag: 27 bis 32 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, weitgehend trocken

Freitag: 27 bis 34 Grad, viel Sonne und trocken

DAS WAR EIN SOMMER DER EXTREME!

Am 1. September startet für die Meteorologen bereits der Herbst. Mit dem August endet der meteorlogische Sommer. Der Sommer 2015 war geprägt durch eine extreme Achterbahnfahrt. Angefangen mit einem besonders im Norden und Osten zu kühlen Juni. Dann kam Anfang Juli plötzlich ein Hitzepeak: es wurde bis zu 40,3 Grad heiß- neuer Allzeitrekord für Deutschland! Doch schon kurz danach wurde es wieder wechselhaft und kühl. Am 25. Juli gab es sogar einen echten Herbststurm und das mitten im Sommer – gruselig! Noch nie ist so ein ausgeprägtes und stürmisches Tiefdruckgebiet zu dieser Jahreszeit über Deutschland gezogen. Unterm Strich fiel der Juli zwar deutschlandweit 2 bis 2,5 Grad zu warm aus, dafür aber auch im Osten und Norden deutlich zu nass. Lokal fiel das 1,5 fache des langjährigen Mittelwerts vom Himmel.

Ende Juli gab es dann Rekorde bei den Tiefstwerten. So wurde in Nürnberg sogar Bodenfrost gemessen und das mitten im Hochsommer. Keine 7 Tage später schossen die Temperaturen erneut in die Höhe und stoppten in Kitzingen in Bayern am 7. August 2015 wiederum bei 40,3 Grad. Damit wurde der erst 4 Wochen zuvor aufgestellte neue Allzeit-Rekord schon wieder eingestellt. Der inoffizielle Spitzenwert des Sommers 2015 wurde übrigens mit 41,2 Grad am 7. August 2015 in Karlsruhe gemessen und zwar an der gleichen Stelle wo schon im August 2003 der bis dahin gültige Allzeitrekord gemessen wurde. Seltsamerweise wurde die Station vom Deutschen Wetterdienst nun aber als nicht mehr repräsentativ angesehen.

Die Hitze hielt dann bis Mitte August an. Dann folgte der große Absturz und im Osten sowie im Norden und Nordwesten setzten heftige Niederschläge ein. Lokal wurde aus dem bis dahin zu trockenen August plötzlich ein zu nasser August. Es folgte eine herbstliche Phase. Wo gestern noch Dürre herrscht, mussten plötzlich Sandsäcke gegen steigende Flusspegel gestapelt werden. Lediglich der äußerste Nordosten und Teile des Südwestens leiden bis heute unter großer Trockenheit. In allen anderen Regionen ist Dürre seitdem kein Thema mehr.

„Von freundlicher Beständigkeit war dieser Sommer weit entfernt. Einfach einmal 1 bis 2 Wochen ruhiges und angenehm temperiertes Sommerwetter waren Fehlanzeige. Entweder musste man sich im Haus, der Wohnung, im Freien oder auf der Arbeit mit viel Schweiß und schwüler stickiger Luft herumschlagen oder man war kurz davor die Heizung anzudrehen“ erklärt Wetterexperte Jung.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar