Wetter: Der Winter schlägt zurück!

Als das Wetterportal wetter.net vor über einer Woche vor einem sehr heftigen Wintereinruch warnte, wollten das nur die wenigstens so richtig glauben- immerhin befinden wir uns fast schon in der Märzmitte.

Doch nun hat der Winter besonders in Norddeutschland voll zugeschlagen wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung im aktuellen Wettervideo berichtet: 

http://www.youtube.com/watch?v=vOJt-4d21J0

Seit Samstag gab es jede Menge Neuschnee. In Hamburg liegt aktuell mit 18 cm die höchste Schneedecke des gesamten Winters. In Berlin wurden heute Morgen stattliche 12 cm gemessen. Damit liegt in der Bundeshauptstadt genauso viel Schnee wie Anfang Dezember 2012. Damals wurden ebenfalls 12 cm und die bis dato höchste Schneedecke des Winters 2012/2013 gemessen.

„Besonders kritisch ist die Lage derzeit rund um die Ostseeküste. Dort haben sich ganze Schauerstaffeln gebildet, die ihre weiße Fracht immer wieder an Ort und Stelle abladen. Seit den letzten Stunden gab es noch mal einen erheblichen Neuschneezuwachs. In Lübeck liegen heute Morgen 26 cm Neuschnee. Auch das ist für den aktuellen Winter ein Rekordwert. Dazu herrscht Dauerfrost zwischen minus 2 und minus 5 Grad. Durch den strammen Ostwind fühlt sich das ganze wie minus 10 bis minus 15 Grad an. Stellenweise haben sich Schneeverwehungen von 40 bis 50 cm Höhe aufgetürmt. Etliche Straßen sind kaum noch passierbar“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vonwetter.net.

Für einige Landkreise gelten derzeit Unwetterwarnungen: http://www.wetter.net/deutschland/wetterwarnungen.html  

Dieser Winter hat es in sich: Schon Ende Oktober gab es in den Niederungen von Deutschland die erste geschlossene Schneedecke. Es war übrigens vielerorts die früheste Schneedecke und höchste eines Winters seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und nun gibt es zum Ende des Winters noch mal einen satten Nachschlag. Vielfach wurde noch nie so spät im März eine so hohe Schneedecke gemessen – wir schreiben heute immerhin schon den 11. März.

Viele Leser aus dem süddeutschen Raum werden sich nun wahrscheinlich fragen, von was hier die Rede ist, denn dort herrschte am Samstag und Sonntag bestes Frühlingswetter. Stellenweise wurden bis zu 18 Grad erreicht.

Im Süden war ein Besuch in der Eisdiele angesagt, im Norden musste man Schnee schippen.

Doch auch den Rest des Landes wird es nun erwischen. Am Dienstagfrüh erwischt es vor allem den Westen Deutschlands: das nördliche Saarland, das südliche Nordrhein-Westfalen, die Mitte und den Norden von Rheinland-Pfalz, die Mitte von Hessen sowie das Rhein-Main-Gebiet. Wer morgen also eine Reise mit dem Flugzeug geplant hat, der könnte am Rhein-Main-Airport im Tagesverlauf einige Probleme bekommen.

Tief Xaver zieht von Westen heran und verbündet sich mit der Kaltluft aus Russland und Skandinavien. Das zusammen führt in den erwähnt Regionen zu kräftigen Schneefällen. In den Niederungen sind bis zu 10 cm, in Lagen über 400 Meter sogar 10 bis 20 cm Neuschnee möglich. Das wäre dann auch dort die späteste höchste Schneedecke eines Winters.

Bis Mittwoch ist die kalte Luft dann auch im Süden angekommen. Dann wird es auch dort Schneeschauer und Schneefall geben, aber nicht so stark wie im Norden.

Die Nachttemperaturen gehen in den kommenden Nächten lokal auf minus 10 bis minus 15 Grad zurück. Zum Wochenende ist dann allerdings wieder Land in Sicht – aus Südwesten könnte es, die Betonung liegt auf KÖNNTE, spürbar milder werden.

Jedoch hat die Erfahrung oft gezeigt, dass erstmal eingeflossene Kaltluft ziemlich träge ist und gar nicht daran denkt, sich schnell wieder zu verziehen. Wetter.net wird Sie in den nächsten Tagen über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten!

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