Wetter: Erst Sturm, dann Schnee

Wer jetzt noch nicht auf Winterreifen umgestiegen ist, der sollte das diese Woche noch schnell erledigen.

Auch wenn es diese Woche noch extrem mild bleibt, ab Samstag wird es kälter und dann kann es bis in tiefe Lagen vorübergehend Schnee geben.

„Diese Woche ist es eigentlich an allen Tagen sehr stürmisch. Schon in der Nacht zum Dienstag müssen wir mit neuen Sturmböen rechnen. Besonders heftig könnte der Sturm von Mittwoch auf Donnerstag ausfallen. Dann sind in der Mitte und im Norden selbst in tiefen Lagen schwere Sturmböen oder sogar orkanartige Böen möglich. Nach dem Sturm heißt es dann Schneeschieber und Streusalz bereit halten. In der Nacht zum Sonntag könnte es bis in tiefe Lagen schneien. Somit besteht am Sonntagmorgen die Chance auf eine weiße „Überraschung“. Nun ja, Überraschung nun weniger, denn wir kündigen es Ihnen ja heute schon an“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Sturm gibt es diese Woche vor allen Dingen in der Nacht zum Dienstag und am Dienstagvormittag, am Mittwoch geht es dann ab dem Nachmittag wieder los und dauert bis Donnerstagvormittag, und auch am Freitag gibt es im Norden und der Mitte weiteren Sturm. Am wenigsten Wind und Sturm bekommt nach aktuellem Stand der äußerste Süden Deutschlands ab. Den Auftakt in Sachen Sturm macht in der Nacht zum Dienstag der Ex-Hurrikan Kate.

Die deutliche Abkühlung am Wochenende tut der Novemberbilanz allerdings gut. Aktuell ist der Monat nämlich deutschlandweit weiterhin 6 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Er bleibt damit der wärmste November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

„Nach den vergangenen extrem zu warmen Tagen wird uns der Temperatursturz am Wochenende natürlich besonders heftig treffen“ erklärt Wetterexperte Jung

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Dienstag: 12 bis 17 Grad, erst im Norden Regen, später auch in der Mitte und im Süden nass, windig bis stürmisch

Mittwoch: 9 bis 15 Grad, Sturmböen, teils schwerer Sturm in der Mitte und im Norden, wechselhaft mit Schauer, teilweise auch kurzen Gewittern

Donnerstag: 10 bis 17 Grad, im Norden Regen, im Süden Schauerwetter, dabei weiter windig bis stürmisch

Freitag: 10 bis 15 Grad, viel Wind, zeitweise auch sehr stürmisch, Schauer, dazwischen auch mal Sonnenschein, später in der Mitte starker Regen

Samstag: 5 bis 10 Grad, es wird deutlich kälter, die Schneefallgrenze sinkt bis auf 500 m

Sonntag: 3 bis 6 Grad, morgens kann es die große weiße „Überraschung“ geben, bis ins Flachland kann es schneien, selbst eine Schneedecke ist möglich, tagsüber nass-kaltes Novemberwetter

Montag: 0 bis 6 Grad, weiter nass-kalt, zeitweise windig, immer wieder Regen, Schneeregen oder Schnee erst oberhalb 500 bis 600 m

Dienstag: 0 bis 9 Grad, viele Wolken, immer wieder Regen, in den Mittelgebirgen auch Schnee

Mittwoch: 3 bis 10 Grad , bedeckt und regnerisch, dabei zeitweise sehr windig

Ein Vergleich der beiden Wetterkarten mit den Höchstwerten vom heutigen Monaten und dem kommenden Sonntag macht den starken Temperatursturz besonders gut sichtbar. Dort wo heute noch stellenweise eine 17 steht, erscheint am Sonntag nur noch eine 0 oder sogar eine minus 2.

STEHT EINE DAUERHAFTE EINWINTERUNG BEVOR?

„Nein. Das wird sehr wahrscheinlich nur ein kurzes winterliches Intermezzo bleiben. Nach dem kommenden Wochenende wird es langsam wieder wärmer. Es bleibt aber weiterhin sehr nass und stürmisch“ sagt Wetterexperte Jung.

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