Wetter: Erster Fröstelmorgen der Saison

Die letzte Novemberwoche startet richtig frostig.

Die Frühwerte lagen selbst in tiefen Lagen heute Morgen bei minus 7 Grad in 2 Metern Messhöhe. Direkt am Erdboden wurden sogar Werte bis minus 10 Grad gemessen.

„Das ist der kälteste Morgen seit dem vergangenen Winter“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. Abgesehen von den küstennahen Regionen hieß es heute Morgen fast im ganzen Land zittern und für Autofahrer die im Freien parken war Scheiben kratzen angesagt.

Nachfolgend die Frühwerte von heute Morgen, gemessen in 2 Metern Höhe:

Zugspitze minus 18 Grad
Fassberg minus 7 Grad
Quickborn minus 6 Grad
Hohn minus 6 Grad
Hannover minus 5 Grad
Hamburg minus 5 Grad
Kaiserslautern minus 5 Grad
Erfurt minus 4 Grad
Mannheim minus 4 Grad
Chemnitz minus 4 Grad
Offenbach minus 4 Grad

Zum Teil deutlich kälter war es am Erdboden, in 5 cm Messhöhe:

Hohn minus 10 Grad
Itzehoe minus 10 Grad
Lübeck minus 10 Grad
Kempten minus 10 Grad
Hannover minus 9 Grad
Augsburg minus 8 Grad
Halle minus 7 Grad
Saarbrücken minus 7 Grad
Bremen minus 7 Grad

Zu verdanken haben wir diese winterliche Kälte dem Tief Sylvester. Das Tief liegt mit seinem Zentrum im hohen Norden und schaufelt seit gestern kalte Polarluft zu uns. Außerdem sind sogar einzelne Schneeschauer bis in tiefe Lagen möglich und das besonders nördlich des Mains.

Zudem fiel am vergangenen Wochenende am Alpenrand zum Teil kräftiger Neuschnee. Stellenweise fielen sogar bis zu 50 cm der weißen Pracht vom Himmel. Für die bald beginnende Wintersportsaison ist das eine sehr gute Ausgangslage. Auf der Zugspitze waren es heute Morgen 120 cm. Am Freitag waren es dort erst 80 cm gewesen.

Heute nähert sich vom Atlantik ein Hoch. Hoch Traude sorgt dann für überwiegend ruhiges und zunächst auch kaltes Winterwetter, bevor es ab Mittwoch zunächst im Norden, ab Freitag dann auch im Süden wieder etwas milder wird. Dabei stellt sich ein recht scharfer Temperaturkontrast ein. Während es im Süden oftmals nur wenig über den Gefrierpunkt geht, ist es Richtung Küste deutlich milder. Dort können zeitweise sogar Werte nahe der 10-Grad-Marke erreicht werden.

Die Wetterentwicklung der kommenden Tage im Detail:

Dienstag: in der Früh plus 2 bis minus 4 Grad, am Tag minus 2 bis plus 5 Grad, Wolken, Nebel und etwas Sonne im Wechsel, ganz vereinzelt kurze Schneeschauer

Mittwoch: am Morgen plus 2 bis minus 10 Grad, am Tag minus 1 bis plus 7 Grad, im Norden dicke Wolken und Regen, nach Süden trocken und zeitweise Sonne, teilweise aber auch den ganzen Tag neblig und trüb

Donnerstag: morgens plus 8 bis minus 7 Grad, am Tag minus 1 bis plus 9 Grad, im Norden weiter stark bewölkt bis bedeckt, ab und zu Regen, nach Süden kaum Niederschlag, ab und zu Sonne

Freitag: in der Früh plus 7 bis minus 3 Grad, tagsüber 3 bis 7 Grad, im Norden weiterhin nass-kalt, im Süden weitgehend trocken mit zeitweiligem Sonnenschein

Samstag: morgens plus 3 bis minus 3 Grad, am Tag 0 bis 7 Grad, im Süden zum Teil Schneefall bis in tiefe Lagen, im Norden Sonne, Wolken und einzelne Regenschauer in Wechsel

1. Advent: morgens plus 4 bis minus 7 Grad, am Tag 0 bis 7 Grad, im Norden weiter trüb mit leichtem Regen, nach Süden weitgehend trocken, dort zwischen Nebel und Hochnebel auch mal etwas Sonne

Montag: in der Früh plus 7 bis minus 7 Grad, am Tag 0 bis 8 Grad, Sonne, Wolken und Hochnebel im Mix

Man sieht, dass es zum Teil nachts wie auch am Tag große Temperaturspannen gibt. Das liegt einfach daran, dass im Norden immer wieder milde Luft vorbeistreift, während der Süden frühwinterlich kalt bleibt. Daher müssen wir besonders südlich des Mains eigentlich die ganze Woche über mit mehr oder weniger starkem Nachtfrost rechnen, während die Norddeutschen eher frostfrei bleiben. Als grobe Grenze zwischen milder und frostiger Nacht kann man ungefähr die Main-Linie ansehen.

TREND

So richtig kann sich das Wetter derzeit nicht entscheiden wohin die Reise gehen soll. Das merkt man auch schon in den kommenden Tagen. Der Süden bekommt es mit dem Frühwinter zu tun und der Norden eher mit Spätherbst. Auch der Start in den Dezember wird ähnlich verlaufen. Zwischen Spätherbst und Frühwinter ist derzeit noch alles möglich. Die großen internationalen Wettermodell sind sich da derzeit noch nicht ganz einig wie es zum Monatsanfang weitergeht. Meteorologisch gesehen startet am kommenden Sonntag auch schon der Winter!