Wetter: Erstes Winterintermezzo steht bevor!

Diese Woche steht uns das erste Winterintermezzo mit Schneeflocken bis in tiefe Lagen bevor.

Am Mittwoch und Donnerstag kann es vor allem im Westen und Süden für Schnee bis ganz runter reichen. Aber eine geschlossene Schneedecke ist wohl erst über 400 Meter zu erwarten. Und auch dort wird sich die Schneedecke maximal 1 bis 2 Tage halten können, denn zum Wochenende wird es schon wieder etwas milder.

„Trotzdem sollte man gewappnet sein, denn besonders in den frühen Morgenstunden kann es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf den Straßen gefährlich glatt werden. Das gilt besonders für den Donnerstagmorgen“ warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Die Wetterentwicklung der kommenden Tage im Detail:

Dienstag: 4 bis 10 Grad, zunächst viel Hochnebel und eben typisches Novembergrau, später aus Westen Regen

Mittwoch: mit 2 bis 6 Grad ist es kühler als zuletzt, im Westen fällt bis 400 m herab Schnee, sonst gibt es viele Wolken und ab und zu etwas Sonne

Donnerstag: nach teils frostiger Nacht mit Schnee bis in tiefe Lagen, wird es am Tag in den Niederungen 0 bis 5 Grad warm, dazu Sonne, Wolken und Regen im Wechsel, oberhalb 300 bis 400 m fällt dabei Schnee

Freitag: bei 3 bis 7 Grad gibt es viele Wolken und ab und zu fällt Regen, in den höheren Lagen schneit es

Samstag: mit 4 bis 10 Grad wird es wieder milder, dabei gibt es viele Wolken, ab und zu fällt Regen

Sonntag: bei 4 bis 8 Grad gibt es graues Novemberwetter, hier und da fällt etwas Regen oder Nieselregen

Montag: auch die neue Woche startet unverändert grau mit viel Hochnebel oder Dunst, ab und zu fällt etwas Regen

In den westdeutschen Mittelgebirgen können bis Donnerstagabend bis zu 10 cm Schnee zusammenkommen, in den ostdeutschen Mittelgebirgen sind bis zu 20 cm Schnee möglich, in den Alpen können es durchaus 30 bis 40, teilweise bis zu 50 cm Neuschnee werden.

Die Vorhersage ab Freitag ist aus heutiger Sicht allerdings noch mit größeren Unsicherheiten versehen. „Erstmal muss uns die kältere Luft erreichen. Unter Umständen werden dann die Karten neu gemischt. D.h. die derzeitige Milderung zum nächsten Wochenende ist noch keinesfalls in trockenen Tüchern“ erklärt Wetterexperte Jung.

GEFÄHRLICHE WETTERMISCHUNG – LUFTTEMPERATUR vs. TEMPERATUR AM ERDBODEN!

Schon in der letzten Wochen haben wir es nachts oftmals mit Tiefstwerten rund um den Gefrierpunkt zu tun gehabt. Dabei müssen wir uns der Lufttemperatur und der Temperatur direkt über dem Erdboden unterscheiden. Dieser Unterschied kann entscheidend sein. Denn: Wenn in der Luft noch kein Frost herrscht, dann kann es direkt über dem Erdboden schon Temperaturen um oder sogar leicht unter 0 Grad geben. Da schaut man morgens auf sein Thermometer, liest 3 Grad ab und denkt es sei frostfrei. Doch weit gefehlt. Je nach Wetterlade kann es dann zeitgleich direkt am Erdboden 0 oder sogar minus 1 Grad sein und damit wären dann unter Umständen glatte Straßen vorprogrammiert.

Das ist auch der Grund wieso bei vielen Autothermometern schon bei einer Temperatur von plus 3 oder plus 4 Grad ein Warnton sowie ein kleines Glättesymbol erscheint, denn in diesem Moment kann es direkt über der Fahrbahn schon frostig kalt sein und damit droht Glätte mit der man so vielleicht gar nicht rechnen würde.

Gerade im Winter macht die Prognose der Tiefstwerte oftmals Probleme bzw. ist schwierig, denn schon auf engstem Raum kann es teilweise erhebliche Unterschiede geben. Man fährt beispielsweise in einem Ort A bei plus 2 Grad los. Auf dem weiteren Weg zur Arbeit durchfährt man eine kleine Senke und schwups rutscht die Temperatur auf minus 2 oder gar minus 3 Grad. Man fährt weiter und es geht wieder bergauf und plötzlich liegt die Außentemperatur bei plus 4 Grad.

Kalte Luft ist „schwerer“ als warme Luft und gerade in engen Tälern und Senken kann sich nachts kalte Luft ansammeln und echte Kaltluftseen bilden. Dort kann es erheblich kälter sein als in der Umgebung.

„Ich selbst habe im heimischen Rheinland-Pfalz schon die Erfahrung gemacht, dass auf einer Strecke von nur 2 Kilometern die Temperatur zwischen minus 4 und minus 11 Grad gelegen war. Die Strecke verlief dabei bis auf eine kleine Senke fast ohne Höhenunterschiede. Doch gerade in dieser Senke wurde es deutlich kälter“ erklärt Wetterexperte Jung. Solche kleinräumigen Temperaturunterschiede kann natürlich kein Wettermodell erfassen.