Wetter: Frühlingsluft bringt schon den ersten Pollenflug!

Wenn man in diesen Tagen etliche Menschen niesen und schnupfen hört, so liegt das nicht immer an einer klassischen Erkältung.

In Deutschland leben über 12 Millionen Pollenallergiker und die haben in diesen Tagen keinen Grund zu Freude. Zumindest dann nicht, wenn sie sensibel auf Erle- oder Haselpollen reagieren, denn diese sind bereits jetzt schon unterwegs.

„Das ungewöhnliche Frühlingswetter mitten im Hochwintermonat Januar hat auch seine Schattenseiten. Die Natur gerät aus dem Takt, die ersten Frühblüher wurden bereits gesichtet, Bäume treiben schon aus und auch der Winterschlag einiger Tierarten wurde bereits unterbrochen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net

Der Januar ist nun 4,3 Grad wärmer als das langjährige Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Im Nordosten liegen die bisherigen durchschnittlichen Temperaturen teilweise sogar um bis zu 6 Grad zu hoch- Rekord!

Der vorläufige Höhepunkt der extremen Wärmer wurde am vergangenen Samstag in Bayern erreicht. Erst bei 20,5 Grad war auf dem Thermometer Schluss. Auch heute erreichen die Höchstwerte wieder 8 bis 13 Grad.

In den kommenden Tagen gehen die Temperaturen spürbar zurück, von einem durchgreifenden Flachlandwinter bleibt Deutschland aber auch in den nächsten 7 Tagen verschont. Die Höchstwerte liegen morgen noch bei 5 bis 10 Grad und gehen bis Sonntag auf 0 bis 6 Grad zurück wobei es im Süden am kühlsten wird. Dabei kann es zeitweise Schnee oder Schneeregen bis in tiefe Lagen geben. Tagsüber taut der aber rasch wieder ab. Eine Schneedecke kann sich wie bereits vor eigen Tagen erwähnt nur oberhalb von 400 bis 500 m ausbilden. Dort herrscht auch tagsüber meist leichter Dauerfrost.

Im Lauf der kommenden Woche sinken die Höchstwerte dann auf minus 1 bis plus 4 Grad. In den Niederungen bleibt das nass-kalte Schmuddelwetter erhalten.

„In einigen Medien war etwas von einem großen Wintereinbruch in der kommenden Woche zu lesen. Das kann ich so nicht bestätigen. Es wird zwar kälter, bleibt unterm Strich aber für die Jahreszeit immer noch zu mild und zu einer flächendeckenden Schneedecke bis runter ins Flachland wird es nicht kommen. Besonders in den küstenahen Regionen bleibt es für eine Schneedecke einfach zu mild“ so Wetterexperte Jung.

Was fehlt ist durchgängiger Dauerfrost. Doch der will sich auch in den nächsten 7 Tagen nicht einstellen. Und auch bis Monatsende ist hiervon nichts in Sicht. Die russische Kältepeitsche lässt sich bei uns zunächst nicht blicken. Lediglich in den Mittelgebirgen und in den Alpen können sich die Wintersportverhältnisse verbessern bzw. erstmal wieder überhaupt ergeben, denn: in vielen Mittelgebirgen liegt kaum noch Schnee!

Auf dem Brocken im Harz liegen magere 28 cm. Auf dem über 1200 m hohen Fichtelberg im Erzgebirge sogar nur 26 cm. Zum Vergleich: Am 15. Januar 2012 lagen auf dem Brocken 132 cm und auf dem Fichtelberg 117 cm Schnee.

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