Wetter: Herbsttrend 2013 – kein Altweibersommer?

Für die Meteorologen geht nun langsam aber sicher der Sommer 2013 schon zu Ende. Ab dem 1. September startet der meteorologische Herbst.

Das wir uns nicht an die kalendarischen Jahreszeiten halten, hat einen eher bequemen Hintergrund: Bei der Klimastatistik ist es viel einfacher ganze Monate zu betrachten. Daher erstreckt sich der Sommer bei den Wetterfröschen über Juni, Juli und August, der Herbst über September, Oktober und November.

„Eine Wettervorhersage für eine ganze Jahreszeit ist nicht möglich. Allerdings können sogenannte Jahreszeitentrends erstellt werden. Fast jeder größere Wetterdienst hat dafür entsprechende langfristige Wettermodelle. Diese Trends können jedoch nur darüber Auskunft geben, ob es in einem bestimmten Zeitraum wärmer/kälter oder trockener/nasser werden soll. Details über das exakte Wetter an einzelnen Tagen sind damit überhaupt nicht möglich“ so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Allerdings darf man sich durch diese langfristigen Projektionen nicht allzu sehr täuschen lassen. Schließlich erstrecken sie sich über drei Monate. Würde der erste Monat extrem zu nass und der letzte Monat extrem zu trocken, dann würde das ganze unterm Strich sich genau gegeneinander aufheben – wir würden also beim Durchschnitt landen.

Schaut man sich regentechnisch September, Oktober und November getrennt an, dann wird schnell klar, dass nur ein einzelner Monat deutlich zu nass ausfallen soll und das wäre der September.

Nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wetterdienstes würde der September in weiten Teilen West- und Mitteleuropas deutlich zu nass ausfallen. Oktober und November würden sich niederschlagstechnisch durchschnittlich geben.

FAZIT

„Der September könnte deutlich zu nass werden, ein möglicher Altweibersommer würde demnach in Wasser fallen. Der Oktober könnte allerdings überwiegend durchschnittlich ausfallen, ein goldener Herbstmonat wäre also durchaus möglich. Ähnliches gilt für den November. Auch dieser würde nach dem aktuellen Stand recht durchschnittlich ausfallen“ so Wetterexperte Jung.

Letztlich spielt bei all diesen Trends jedoch ein recht hoher Unsicherheitsfaktor mit. Wissen wie der meteorologische Herbst wird bzw. war, dass wissen wir erst am 30. November abends…