Wetter: Hitze sorgt für Probleme in den Hochwasserregionen!

Die kommenden Tage bringen uns das erste Mal in diesem Jahr Temperaturen um 30 Grad.

Nach dem Wochenende kann es in einigen Landesteilen sogar deutlich über 30 Grad rauf gehen. Die Luft die aus Südwesteuropa zu uns strömt ist dabei ziemlich feucht, das heißt wir bekommen es dann gleich mit einer richtig schwülen Witterung zu tun. Ein Blick in den Kalender kündigt uns für den Zeitraum um den 11. Juni eigentlich die Schafskälte an. Das zeigt uns aber wieder einmal mehr, dass man sich auf solche Bauernregeln nicht immer verlassen kann. Weder in den Tagen vor oder nach dem heutigen 11. Juni war es ungewöhnlich kalt.

Für die Menschen in den Hochwassergebieten sind das nur bedingt gute Nachrichten. Zwar bleibt der großflächige Regennachschub aus, aber die Hitze unangenehme Folgen haben. Viele Ortschaften sind wie Badenwannen vollgelaufen und das Wasser steht dort nun einfach und sinkt nur langsam – wo soll es auch hin? Der Grundwasserspiegel ist ebenfalls hoch.

„In der braunen Brühe schwimmt teilweise Müll und Öl, dazu dann auch noch Tierkadaver. Zusammen mit der Hitze ergibt sich dann eine nicht ungefährliche Mischung. Da dürfte die steigende Geruchsbelästigung noch das geringste Problem sein. Ich möchte nicht gleich von einer Seuchengefahr sprechen, trotzdem ist der Nährboden für Bakterien in den Überschwemmungsgebieten sehr gut und die schwül-warme bis schwül-heiße Wetterlage tut ihr Übriges. Auch wird die nächste Mückenplage mit Sicherheit nicht lange auf sich warten lassen“ warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Auch die Reinigungsarbeiten werden sich dadurch erschweren, denn in der prallen Sonne wird der Schlamm rasant „festbacken“.

Am Donnerstag ist es soweit: Zum ersten Mal in diesem Jahr dürfte die 30-Grad-Marke geknackt werden. Die Meteorologen sprechen dann von einem Hitzetag. Wie es derzeit aussieht könnten dann noch weitere Hitzetage folgen, besonders am und unmittelbar nach dem Wochenende.

Für den Sonntag berechnen die Wetter-Computer derzeit bis zu 30 Grad, am Montag könnten es sogar bis zu 34 Grad werden. Höhepunkt wäre wohl der Dienstag mit Spitzenwerten von bis zu 36 Grad im Schatten. Diese Maximalwerte würden nach aktuellem Stand vor allem im Ostteil des Landes erreicht werden.

Doch hier die Wetterentwicklung im Detail:

Mittwoch: 22 bis 26 Grad, viel Sonne , nur selten Wolken und Schauer

Donnerstag: mit 21 bis knapp 30 Grad in der Lausitz und am Oberrhein dürfte es heute den ersten Hitzetag des Jahres geben, dazu vor allem im Süden viel Sonne, sonst auch mal Wolken mit einzelnen Gewittern

Freitag: vorübergehend wird es mit 18 bis 23 Grad wieder frischer und wechselhafter, stellenweise fällt Regen und die Sonne macht kurz Pause

Samstag: pünktlich zum Wochenende kehrt die Sonne zurück und es wird weitgehend freundlich, nachmittags bilden sich bei 21 bis 29 Grad einzelne Gewitter

Sonntag: bei 21 bis 30 Grad wird es wieder richtig warm und teilweise sehr schwül. Dazu gibt es neben Sonne auch örtliche Schauer und teils kräftige Gewitter

Montag: mal Sonne, mal Wolken und richtig heiß. Die Werte erreichen 22 bis 34 Grad, nachmittags und abends sind starke Gewitter möglich

Dienstag: mit 22 bis 36 Grad wird es heute wieder extrem warm, dabei gibt es teilweise viel Sonne. Besonders nachmittags bilden sich in der schwülen Luft teils heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen

Es bleibt also auch in den kommenden Tagen nicht durchweg beständig. Die Luft ist einfach zu feucht. Immer wieder können sich daher Gewitter, teilweise auch Unwetter bilden. Wo das genau der Fall sein wird, kann man erst unmittelbar vorher sagen. Zudem ist der Erdboden in weiten Teilen des Landes so feucht wie seit Jahren nicht mehr. Diese Feuchtigkeit begünstigt auch noch zusätzlich das entstehen regionaler Unwetterereignisse.

Ein beständiges Schönwetterhoch ist derzeit weiterhin nicht in Sicht…

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