Wetter im August 2010 – Sehr sonnenscheinarm und so nass wie nie zuvor

Tiefdruckgebiete, die in rascher Folge über Mitteleuropa hinweg zogen, ließen im August 2010 nur wenig Sonnenschein zu und brachten für Deutschland so viele Niederschläge wie nie zuvor in einem August. +++

Teilweise entluden sich schwere Gewitter mit gewaltigen Starkregenfällen. Besonders betroffen waren anfangs der Osten und am Ende der Nordwesten Deutschlands. Vereinzelt wurden die Gewitter von starken Sturmböen, Fallwinden oder von Tornados begleitet. Die Temperaturen wichen dagegen kaum vom langjährigen Mittel ab. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 100 Messstationen.

Sachsen: Die Meteorologen errechneten im August 2010 eine Sonnenscheindauer von 144 Stunden (194 Stunden) und ein Temperaturmittel von 17,2°C (16,8°C). Die Niederschlagsmenge erreichte 208 l/m² (78 l/m²), womit Sachsen als nassestes Bundesland auch einen neuen Regenrekord aufstellte. Niederschlagsreichster Ort war Bertsdorf-Hörnitz mit einer Monatsmenge von 311 l/m². Allein am 7. kamen hier 101 l/m² herunter. Es folgte ein schweres Hochwasser der Lausitzer Neiße, wodurch in zahlreichen Landkreisen, wie in Görlitz, Katastrophenalarm ausgelöst wurde und viele Schulen geschlossen blieben.

Quelle: Deutscher Wetterdienst

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