Wetter: Im Osten weiterhin Dauerhitze – ab Wochenende Abkühlung

Da hatte der US-Wetterdienst NOAA mit seinem Wettermodell erneut die Nase vorn gehabt, als er bereits vergangene Woche erneut 40 Grad für vergangenen Freitag in Deutschland ankündigte.

Am Freitag wurden in Kitzingen in Bayern wie schon fünf Wochen zuvor erneut 40,3 Grad gemeldet. Das ist der höchste Wert der jemals in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen wurde.

„Allerdings wurden an einer Station in Karlsruhe am Freitag sogar 41,2 Grad gemessen. Die Messreihe dort geht zurück bis 1876. Brisant: Bis zum 31. Oktober 2008 war dies eine offizielle Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes. Seit 1. November 2008 ist sie es plötzlich nicht mehr gewesen, angeblich habe der Standort plötzlich nicht mehr den Anforderungen entsprochen- warum auch immer. Sie steht allerdings weiterhin dort und misst auch. Das war übrigens exakt die Station, die am 9. August 2003 den deutschen Hitzerekord mit 40,2 Grad gemessen hatte. Mit den 41,2 Grad wäre das übrigens ein neuer Allzeit-Rekord gewesen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net

Diese Woche geht es nun im Westen nicht mehr ganz so heiß weiter, allerdings ist es zeitweise noch sehr schwül. Der Osten dagegen bekommt noch mal richtig viel Hitze ab und das bis einschließlich Freitag. Dabei gilt: je näher man sich an der polnischen Grenze befindet, desto heißer wird es sein.

Nachfolgend die Wetterlage der kommenden Tage. Die höchsten Werte werden dabei überwiegend in Ostdeutschland erwartet:

Dienstag: 25 bis 37 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, lokal Hitzegewitter
Mittwoch: 25 bis 35 Grad, mal Sonne, mal Wolken, im Osten weitgehend sonnig und heiß
Donnerstag: 26 bis 25 Grad, im Tagesverlauf einzelne Schauer und Gewitter
Freitag: 25 bis 34 Grad, erst freundlich, später wieder Schauer und Gewitter, im Osten am heißesten
Samstag: 22 bis 28 Grad, aus Westen Regenwolken und deutliche Abkühlung, auch im Osten kühler
Sonntag: 14 bis 31 Grad, im Westen teils kräftiger Regen und Temperaturen unter 20 Grad möglich, im Nordosten dagegen noch mal heiß, aber auch dort später Schauer und Gewitter

Am Wochenende scheint es nach aktuellem Stand besonders im Westen endlich mal wieder richtig flächendeckend nass zu werden. Natur und Landwirtschaft warten dringend auf Landregen. Die Böden sich vielfach ausgetrocknet, die Flusspegel niedrig, manche Bäche schon ganz ausgetrocknet und die Waldbrandgefahr ist hoch.

Ob es dann ab dem kommenden Wochenende für längere Zeit etwas kühler bleibt oder es die Temperaturen schnell wieder Richtung 30-Grad-Marke gehen, lässt sich heute allerdings noch nicht sagen.

Der August 2015 ist bisher 4,8 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt und toppt damit aktuell sogar den August 2003 und das war der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen! Ob er diesen Rekord in diesem Jahr schlagen wird, ist allerdings noch ungewiss.