Wetter: Jetzt wird’s ungemütlich – was sagt der Siebenschläfer?

Derzeit überquert ein Regenband von Nord nach Süd. Am Morgen lag es über der Mitte und brachte dort endlich kräftigen Landregen.

Zwar beendet es die Trockenheit nicht komplett, allerdings bringt der Niederschlag eine spürbare Linderung der Dürre. Nachdem es gestern in weiten Landesteilen noch mal richtig schön sonnig war, ist es nun grau in grau und ziemlich trist.

„Das wird auch der Trend für die kommenden Tage sein. Wie es derzeit ausschaut bleibt es mindestens bis Monatsende wechselhaft. Hitze, also Werte um oder gar über 30 Grad wird es in diesem Juni mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr geben“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Die Aussichten für die nächsten Tage sind in der Tat recht gruselig: immer wieder gibt es Schauer oder es fällt auch mal längere Zeit Regen.

Nachfolgend die kommenden Tage im Detail:

Freitag: viele Wolken, wenig Sonne, immer wieder Schauer = Aprilwetter, 15 bis 20 Grad

Samstag: im Süden Regen, sonst Sonne-Wolken-Schauer-Mix, 15 bis 19 Grad

Sonntag (kalendarischer Sommeranfang): morgens im Osten Schauer, im Westen erst nachmittags Schauer, zuvor dort freundlich, 17 bis 24 Grad

Montag: 18 bis 24 Grad, Sonne und Wolken wechseln sich ab, dazwischen Schauer

Dienstag: bei 14 bis 19 Grad regnet es stellenweise recht kräftig

Mittwoch: bei 16 bis 24 Grad ziehen im Tagesverlauf aus Westen neue Schauer auf

Donnerstag: immer wieder Schauer, dazwischen auch mal schöne Phasen mit Sonnenschein, 18 bis 25 Grad

Freitag: bei 16 bis 22 Grad ist es ziemlich unbeständig, immer wieder fällt etwas Regen oder es gibt Schauer

Samstag: 16 bis 23 Grad, dabei sind die Wolken dicht und es fällt immer wieder Regen

Sonntag: bei 17 bis 23 Grad gibt es ein Gemisch aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern

LÄNGERE BADEWETTER-PAUSE? WAS SAGT DER SIEBENSCHLÄFER?

Tja, für Liebhaber von heißem und beständigen Badewetter sieht es derzeit nicht gut aus. Es bleibt mindestens bis zum Monatsende wechselhaft und nur mäßig warm bis kühl. Ende Juni, Anfang Juli kommen zu zudem in den sogenannten Siebenschläferzeitraum. Da gibt es eine Wetter- bzw. Bauernregel, die besonders in den südlichen Landeteilen sogar in 70 Prozent der Fälle zutrifft:

Wie die Wetterlage in diesem Zeitraum ist, so könnte sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in den sieben Wochen danach bleiben.

In der Tat sieht es Ende Juni und auch Anfang Juli weiterhin recht wechselhaft aus. Zwar könnten die Temperaturen nach dem Monatswechsel kurzzeitig auch mal Richtung 30-Grad-Marke steigen, aber das wäre wieder nur eine Eintagsfliege.

Im Klartext bedeutet das: der vom US-Wetterdienst NOAA bereits im März verkündete wechselhafte Sommer könnte durchaus Realität werden #gruselsommer: http://www.wetter.net/wetternews/wetter-gruselsommer-in-sicht-8971.html (Artikel vom 12. März 2015)

Im Norden Deutschlands ist die Siebenschläferregel übrigens nicht anwendbar. Dort ist die Regel aufgrund des stärker maritim geprägten Wetters nicht anwendbar. Mit dem Tier Siebenschläfer hat die Regel übrigens nichts zu tun. Sie geht zurück auf eine Legende zur Zeit der Christenverfolgung. Lesen Sie dazu mehr: http://www.wetter.net/lexikon/siebenschlaefer.html

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